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Kinderarbeit in der Feuerwerksproduktion

Geschätzte 100 Millionen Euro gaben die Deutschen 2007 für das alljährliche Silvesterfeuerwerk aus. Unter welchen Bedingungen die hierzulande verkauften Feuerwerkskörper hergestellt werden, ist den meisten Konsumenten jedoch nicht bekannt. Tatsächlich werden die Knallkörper, welche größtenteils aus China und Indien importiert werden, den beiden größten Feuerwerksproduzenten weltweit, von Kindern unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt. Die Arbeitsmethoden bei der Feuerwerksproduktion sind primitiv und Sicherheitsvorkehrungen gibt es kaum. Richtlinien für den Umgang mit den gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen der Knaller existieren häufig gar nicht oder werden missachtet. Um die Preise so niedrig wie möglich zu halten und das offizielle Verbot der Kinderarbeit zu umgehen, lassen viele der Exportfirmen die Feuerwerkskörper in Heimarbeit fertigen. Das Schwarzpulver wird meist ungesichert gelagert, oft auch in Wohnhäusern oder Schulen. Menschenrechtsgruppen gehen von jährlich Hunderten von Toten und Verletzten in der Knallkörperproduktion aus, viele davon sind Kinder. Erst im November 2007 kam es zu einer tödlichen Explosion in einer indischen, unlizensierten Fabrik bei welcher zehn Kinder ums Leben kamen. Demnach geben die deutschen Verbraucher jährlich 100 Millionen Euro in eine Industrie, die von der Ausbeutung von Kindern, welche mit gesundheitsschädlichen Materialien arbeiten lebt. Dabei ist es für viele Verbraucher mittlerweile selbstverständlich, dass sie keine moralisch belasteten Produkte wie beispielsweise Teppiche aus Indien und Nepal kaufen. Dies sollte am kommenden Silvester auch für die Feuerwerkskörper gelten. Link zum Artikel Feuerwerksproduktion verursacht Kinderleid

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