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Saar-SPD will Kinderarbeit bekämpfen

Die SPD Saar appelliert an die Landesregierung, nach dem Vorbild Bayerns künftig Firmen zu boykottieren, die von ausbeuterischer Kinderarbeit profitieren. Eine entsprechende parlamentarische Initiative der Saar-SPD hat Generalsekretär Reinhold Jost jetzt angekündigt. Reinhold Jost: „Wir wollen erreichen, dass die Behörden, Verwaltungen und Kommunen im Land künftig bei Beschaffungen und Ausschreibungen nur noch solche Produkte berücksichtigen, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Die Zeit ist reif, dass Behörden und Verbraucher gemeinsam Flagge gegen die Ausbeutung von Kindern in Asien und der Dritten Welt zeigen.“ Als erstes Landesparlament hat Bayern jetzt einen solchen Beschluss gefasst, als einzige Kommune im Land hat bislang die Gemeinde Rehlingen-Siersburg bereits 2005 eine solche Selbstverpflichtung unterschrieben.
Unter ausbeuterischer Kinderarbeit verstehen die Vereinten Nationen Tätigkeiten, die für Gesundheit, Sicherheit oder Sittlichkeit von Kindern schädlich sind. Damit sind beispielsweise Arbeiten gemeint, die unter Tage, in gefährlichen Höhen oder beengten Räumen ausgeführt werden müssen, bei denen die Kinder mit gefährlichen Geräten umgehen oder schwere Lasten tragen müssen. Jegliche Tätigkeit, bei der die Kinder körperlich, psychisch oder sexuell missbraucht werden und die den Kindern die Möglichkeit raubt, eine gewisse Grundbildung zu erlangen, fällt unter den Begriff der ausbeuterischen Kinderarbeit. Reinhold Jost: „Über das Vergaberecht muss es bei Ausschreibungen künftig möglich sein, auch ökologische und soziale Kriterien zu berücksichtigen. Nur so können wir aktiv gegen die Ausbeutung von Kindern in der Dritten Welt aktiv werden. Leider weigert sich Bundeswirtschaftsminister Glos bislang, eine entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen und damit wirksam gegen die verbrecherische Kinderarbeit vorzugehen.“ Pressemitteilung der Saar-SPD

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