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Kindersklaven in Großbritannien

Pünktlich zum 200. Jahrestag der Abschaffung der Sklaverei, rücken immer mehr Fälle von moderner Sklaverei in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. So veröffentlichte die BBC kürzlich eine Studie, in der die Zahl der zur Prostitution gezwungenen Kinder in Großbritannien auf 5000 geschätzt wird. Die Stadt Manchester wurde durch einen besonders tragischen Fall auf das Problem aufmerksam: Ein 16-jähriges, aus Kamerun verschlepptes Mädchen, starb im Krankenhaus in Manchester an physischer und psychischer Erschöpfung. Das Mädchen wurde zuerst nach Frankreich verschleppt, wo es von ihrer Tante zur Prostitution gezwungen wurde und schaffte es 2004 schließlich nach England zu fliehen; allerdings nur mit der Hilfe eines Mannes, der es ebenfalls missbrauchte. Der Fall der 16-jährigen machte der Stadt Manchester bewusst, dass sie das Problem der Kindersklaverei nicht ausreichend erkannt hatte. Es wurden daraufhin also spezielle Anlaufstellen geschaffen und die Sozialarbeiter der Stadt gezielt darauf ausgebildet, den verschleppten Kindern zu helfen. Es sei jedoch sehr schwer das Vertrauen der Kinder zu gewinnen, die von Erwachsenen generell nur Missbrauch und Enttäuschungen gewöhnt sind, erklärt Pauline Newman vom Jugendamt der Stadt Manchester. Das größte Problem sei dabei jedoch, dass viele verschleppte Kinder aus Angst vor Abschiebung einfach wieder im Untergrund verschwinden. Ihr Ziel sei es demnach, den Kindern Sicherheit zu vermitteln und ihnen so viel Unterstützung wie möglich zukommen zu lassen, so Pauline Newman. Link: http://news.bbc.co.uk

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