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Keine Grabsteine aus Kinderarbeit in München

Nachdem die Stadt München bereits 2002 ihre Vergabepraxis dahingehend änderte, nur noch Erzeugnisse, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 produziert wurden, zu berücksichtigen, hat der Gesundheitsausschuss heute beschlossen, künftig auf Münchner Friedhöfen nur noch Grabsteine zuzulassen, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Die meisten der importierten Grabsteine kommen aus Indien, wo trotz des offiziellen Verbots das Problem der Kinderarbeit besonders drängend ist. So sollen nur noch Steine erworben werden, die durch das Zeichen von XertifiX, dem momentan einzigen Gütesiegel für Natursteine ohne Kinderarbeit, markiert sind. Falls neue und vergleichbare Siegel auf den Markt kommen, werden auch diese akzeptiert. Es wird jedoch bis Mai 2008 noch möglich sein, Grabsteine aus Restbeständen zu verwenden, allerdings nur wenn die Steinmetzfirma erklärt und nachweist, dass sie Maßnahmen zum Ausstieg aus der ausbeuterischen Kinderarbeit eingeleitet hat. Dem Beschluss muss nun noch die Vollversammlung des Stadtrates zustimmen. Link zum Beschluss Die neue Münchner Friedhofssatzung

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