Veranstaltung zum Thema „Grabsteine aus Kinderarbeit“

Am Dienstag, den 27.Februar, fand im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen ein akademischer Abend zum Thema „Grabsteine aus Kinderarbeit“ statt. Benjamin Pütter, Kinderarbeitsexperte von Misereor und Frau Jayshree von der Hilfsorganisation Qwarids informierten die Teilnehmer über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der Kinder in indischen Steinbrüchen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang müssen die Kinder, die meist nicht älter als 14 Jahre sind, für umgerechnet 1,20 Euro am Tag schuften. Sie sind massiven gesundheitlichen Schäden durch das Einatmen des Steinstaubs ausgesetzt und haben nicht die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Oftmals sind ganze Familien von den Arbeitgebern durch eine so genannte Schuldknechtschaft abhängig. Diese entsteht, wenn Eltern sich wegen unerwarteter Ausgaben Geld vom Steinbruchbesitzer leihen müssen und die Wucherzinsen nicht bezahlen können. Auch Ludger Rembeck, Geschäftsführer des Natursteinwerks in Bawinkel, bestätigte, dass er bei unangemeldeten Kontrollen in einem indischen Steinbruch Kinderarbeiter angetroffen habe. Um dem entgegenzuwirken, unterstützt er das Bündnis „XertifiX“, dessen Siegel den Käufern garantiert, dass die gesamte Produktion und Weiterverarbeitung ohne verbotene Kinderarbeit abläuft. Die Bemühungen zur Sensibilisierung für dieses Thema, die, neben anderen, auch EarthLink vorantreibt, scheinen mittlerweile Früchte zu tragen, wie die Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Kirchengemeinden und somit Trägern von Friedhöfen beweist. Link zum Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung Infomaterial von EarthLink

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