Wieder Kinderarbeit bei Otto-Lieferant in Indien entdeckt

Nach Recherchen des Magazins Stern wurden Fälle von Kinderarbeit in einer indischen Kellerwerkstatt entdeckt. Diese Kinder bestickten unter erbärmlichen Bedingungen Blusen mit Pailletten, die im Winterkatalog von Heine (gehört zur Otto-Gruppe) für knapp 40 Euro angeboten werden. Die Kinder arbeiteten bis zu 14 Stunden am Tag und manche erhielten keinen Lohn: Sie wurden als Sklaven von ihren Eltern verkauft. Der Versandhändler, der als Beispiel für die Durchsetzung von Umwelt- und Sozialstandards galt, hat die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten sofort beendet. Der Lieferant war allerdings seit Jahren zertifiziert. „Ich bin bestürzt, dass bei allen unseren Anstrengungen und scharfen Kontrollen dieser Einzelfall möglich war”, gibt Unternehmenschef Michael Otto zu. Die Otto-Gruppe sagte Hilfe für die betroffenen Kinder zu. Der Konzern ließe nun alle indischen Lieferanten überprüfen. Die Kampagne “Aktiv gegen Kinderarbeit” führt die Otto-Gruppe schon seit langem in ihrer Firmenliste, die Verbrauchern einen Überblick über namhafte Unternehmen und deren Politik zu Kinderarbeit bzw. ihr Engagement gegen ausbeuterische Kinderarbeit geben soll. Trotzdem Otto´s Unternehmenspolitik zu Kinderarbeit dort durchaus positiv bewertet wird, ist Otto bereits mit einem “roten Punkt” wegen früheren Vorwürfen zu Kinderarbeit gebranntmarkt worden. Artikel im Stern, in der Financial Times Deutschland und im Hamburger Abendblatt Artikel zu früheren Vorwürfen aus dem Jahr 1997 in der ARD-Sendung Kontraste

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