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Immer mehr Bio- und Fairhandel-Siegel erfüllen nicht die Anforderungen

Die Vielfalt und Komplexität der Bio- und Fairhandel-Siegel macht Verbraucher- und Umweltschützern sowie dem Fairen Handel zunehmend Sorgen. In einem Artikel der Süddeutsche Zeitung wird der Bananenproduzent Chiquita und sein Umweltsiegel beispielhaft angeführt. In der Tat ist die Firma Chiquita zwar bemüht, ihr Image zu verbessern, indem sie zum Beispiel einen Schülerwettbewerb über Nachhaltigkeit organisiert, aber das von Rainforest Alliance vergebene Siegel erfüllt weder den Anforderungen von Bioerzeugern noch denen des fairen Handels. In einem Interview mit der tageszeitung räumt die Chiquita-Direktorin Tensie Whela freimütig ein: „Wir setzen uns für den Umweltschutz ein und garantieren soziale Mindeststandards. Im Unterschied zu Fair-Trade-Organisationen bekommen unsere Bauern allerdings keine festen Preise für ihre Produkte.“ Das „Common Code for the Coffee Community“ oder das „Sustainable Quality Programm“ von Nestlé sind ähnliche Initiativen von großen Nahrungsmittelkonzern. „Den Verbrauchern wird damit vorgegaukelt, dass Kaffee zu Schnäppchenpreisen nachhaltig ist“, meint der Naturland-Experte Fürst. Artikel der Süddeutsche Zeitung: Chiquita und der grüne Frosch Interview der TAZ (vom 9.5.2006)

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