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Supermarkt-Riesen wollen gemeinsam gegen Ausbeutung kämpfen

Die größten Einzelhandelsfirmen der Welt – Wal-Mart, Tesco, Carrefour und Metro – wollen gemeinsam mit der größten schweizer Supermarktkette Migros Arbeitsplatzstandards entwickeln, um Missstände wie ausbeuterische Kinderarbeit oder unbezahlte Löhne bei ihren weltweit verteilten Zulieferern zu bekämpfen. Unter Führung von CIES, einer internationaler Vereinigung von Lebensmittelhändlern und Zulieferern, wurden bestehende Sozialstandards zusammengefasst und nun als „Global Social Compliance Programme“ bezeichnet. Während CIES die Einbindung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) und Arbeitnehmervertreter in beratende Gremien für den Erfolg der Initiative für wichtig erachtet, reagieren diese noch zurückhaltend. Gruppen, die sich weltweit für die Rechte der Arbeiter einsetzen, bedauern, dass sie nicht schon bei Gründung der Initiative gehört wurden. Die europäische „Clean Clothes Campaign“ begrüßt zwar, dass der Einzelhandel endlich die Probleme in den Zulieferketten thematisiert, würde es aber lieber sehen. wenn sich die Firmen in bereits existierenden besseren Initiativen einbringen und ihre selbst gesetzten Standards umsetzen würden. Es sei das erste Mal, dass verschiedene Handelsfirmen und nicht nur einzelne Markenhersteller eine Initiative mit diesem Ausmaß starten. Dass Wal-Mart dabei mitmacht wird vor allem dessen Wille zugeschrieben, endlich den schlechten Ruf aus den öffentlich gewordenen Skandalen zu verbessern. Zum Artikel (auf Englisch) aus der Financial Times und der Artikel in 20mn

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