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Prostitution von Minderjährigen im kenianischen Tourismus

Mehr als 15 000 der Mädchen in den Küstenregionen Kenias arbeiteten als Prostituierte, das entspricht etwa 30% der 12 – 18 Jährigen. Bis zu 3000 von ihnen regelmäßig. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die UNICEF im vergangenen Jahr gemeinsam mit der kenianischen Regierung durchführte. Dabei wurden 230 Interviews mit im Tourismus Tätigen geführt und 84 Tagebücher von betroffenen Kindern ausgewertet. Erschreckend schien vor allem die hohe Akzeptanz gegenüber der Prostitution von Kindern. So sahen über 60% der Befragten Prostitution als normale Einkommensquelle auch für Minderjährige an und gaben weiterhin an, dass Prostitution förderlich für den Tourismus in Kenia sei. Als Gründe für die vermehrte Prostitution von Minderjährigen nannte die Studie die verhältnismäßig guten Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich zusammen mit Arbeitslosigkeit, Armut, fehlender sozialer Sicherheit und den Folgen von Aids. UNICEF will nun zusammen mit den Akteuren des Tourismus einen Verhaltenskodex entwickeln, dem sich Gastronomie, Hotels und andere Akteure des Tourismus verpflichten sollen, um der Ausbeutung von Kindern in diesem Bereich Einhalt zu gebieten. Des Weiteren soll die strafrechtliche Verfolgung derjenigen, die die Prostitution von Minderjährigen unterstützen oder tolerieren verstärkt werden. Auch die kenianische Regierung sprach sich für eine Null-Toleranz-Politik in diesem Bereich aus. Pressemitteilung zum Thema Mitteilung von UNICEF mit Video zur Studie




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