Die Internationale Arbeitsorganisation, kurz ILO (International Labour Organisation), ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und besteht seit 1919. Die 181 Mitgliedsstaaten sind durch Repräsentanten sowohl von Regierungen, als auch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in den Organen der ILO vertreten. 1969 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis.
Ziel von ILO ist die Sicherung des Weltfriedens, durch eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen. Schwerpunkte der Arbeit der ILO sind die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, insbesondere der Kernarbeitsnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung.
Die ILO arbeitet rechtsverbindliche Übereinkommen (Konventionen) sowie Empfehlungen an die Mitgliedstaaten aus. Verschiedene Gebiete des Arbeitsrechtes sind dabei betroffen: Altersgrenzen für bestimmte Arbeiten, Standards für den Mutterschutz, Schutz von temporären Angestellten, etc. Es existieren bis heute insgesamt 187 Übereinkommen und 198 Empfehlungen.
Vier Grundprinzipien bestimmen Selbstverständnis und Handeln der ILO seit ihrer Gründung:
Diese Grundprinzipien haben in acht Übereinkommen, die auch als Kernarbeitsnormen bezeichnet werden, ihre konkrete Ausgestaltung erfahren.1)
Die Mitglieder sind dazu verpflichtet der ILO über die Umsetzung der von ihnen ratifizierten Übereinkommen sowie über den Stand ihrer nationalen Gesetzgebung in Bezug auf das Arbeitsrecht und den Arbeitsschutz regelmäßig Bericht zu erstatten.2)
Die ILO hat bisher drei Konventionen verfasst, welche sich direkt mit der Problematik der Kinderarbeit befassen:
Alle drei Konventionen gehören zu den sog. ILO Kernarbeitsnormen. Zur Unterstützung ihrer Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der Konventionen hat die ILO das Programm zur Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) aufgelegt.