Kinderarbeit in China

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In Zahlen

  • Gesamtbevölkerung: 1.336.718.015 Einwohner (Stand: Juli 2011)1
  • Bevölkerung 0-14 Jahre: 17,6%2

Zur Verbreitung der Kinderarbeit in China gibt es keine offiziellen Angaben.
Jedoch weist eine Statistik des Bildungsministeriums aus, dass die 9-jährige Schulpflicht von 94% der Kinder eingehalten wird. Stimmen diese Angaben, heißt das trotzdem, dass ca. 18 Millionen Kinder in China nicht oder nur unregelmäßig zur Schule gehen.

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  • Kinder werden in der gefährlichen Herstellung von Feuerwerkskörpern beschäftigt, hierbei gibt es oftmals tödliche Unfälle.
  • Weihnachtsschmuck, künstliche Blumen3
  • Elektro-Industrie3
  • Textilien: Baumwollproduktion3
  • Lebensmittel- Branche
  • Zahlreiche Firmen wie Mattel (Marken wie Barbie, Fisher Price u.a.), Disney und Hasbro produzieren in China und sind gelegentlich mit Vorwürfen der Kinderarbeit konfrontiert.
  • In ländlichen Gegenden Chinas werben immer öfter Menschenhändler Kinder an oder entführen diese, um sie dann an Ziegeleien oder Kohlegruben zu verkaufen. Die Kinder müssen von 5 Uhr morgens bis 12 Uhr nachts arbeiten, bekommen wenig zu essen und werden geschlagen.4

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Seit der wirtschaftlichen Öffnung des Landes wurden zwar große Fortschritte erzielt, jedoch ist Armut noch immer ein zentrales Problem Chinas. Laut dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) für 2005 leben 16,6 Prozent der Bevölkerung in China in absoluter Armut, 17% der Bevölkerung müssen mit einem Einkommen von weniger als 1 US-Dollar pro Tag auskommen.5
  • Da die Einkommensunterschiede zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung, bzw. zwischen den vom Wachstum der Wirtschaft profitierenden Küstenregionen und den ländlichen Regionen im Landesinneren sehr hoch sind, ziehen immer mehr Menschen in die Küsten-Regionen, um dort Arbeit zu finden, wodurch die innere Stabilität des Landes stark gefährdet wird.
  • Die Lage der Menschenrechte in China ist immer noch besorgniserregend, vor allem da Meinungs-, Informations-, Presse- und Versammlungsfreiheit nicht gewährleistet sind. Außerdem gibt es keine freien Gewerkschaften und das Justizwesen ist politisch nicht unabhängig, beziehungsweise häufig korrupt.
  • Arbeitslosenrate: offiziell 6,5%, aber vermutlich ca 9% inkl. Migranten (2011)6

Schulbildung

  • Die grundlegende Ausbildung ist in China kostenlos, jedoch müssen die Schüler sehr viele “Nebenkosten” zahlen, wie etwa Anmeldungsgebühr, Aufnahmegebühr, eine Gebühr für den Gesundheits-Check, Strom- und Wassergebühren etc., vor allem Familien in den ländlichen Gegenden können sich dies nicht leisten.
  • 94% der chinesischen Kinder werden eingeschult.
  • 70% besuchen eine weiterführende Schule.
  • 90% der Gesamtbevölkerung können lesen und schreiben.7
  • vor allem im Westen des Landes sind Statistiken jedoch schwer zu erheben; außerdem bedeutet eine Alphabetisierungsrate von 94% der Erwachsenen immer noch, dass ca. 140 Millionen Chinesen Analphabeten sind.

Ursachen für Kinderarbeit

  • Neben der Armut in den ländlichen Gebieten als Hauptgrund, führt auch der Mangel an Arbeitskräften in den sich schnell entwickelnden südlichen und Küstenregionen dazu, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in diese Gebiete ziehen, um Arbeit zu finden und ihre Familie zu unterstützen. Viele Eltern verstehen dabei nicht, in welche Gefahr sich ihre Kinder begeben und unter welchen Bedinungen diese arbeiten müssen, und sehen keinen Grund dafür, sie nicht zur Arbeit zu schicken. Diese Ignoranz ist in der Öffentlichkeit recht weit verbreitet, so dass die Gesetze gegen Kinderarbeit, die von der chinesischen Regierung erlassen wurden, häufig nicht durchgesetzt und kontrolliert werden. Hinzu kommt, dass viele Lokalbehörden fürchten, dass eine Abschaffung von Kinderarbeit in ihrem Bezirk dessen Wirtschaftswachstum verlangsamen oder verhindern könnte. Deshalb dulden sie Kinderarbeit.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

  • ILO Konvention Nr. 1388 : ratifiziert am 28.4.1999 , Ausnahmeregel: Mindestalter 16 Jahre
  • ILO Konvention Nr. 1829 : ratifiziert am 8.8.2002
  • UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert am 2.3.1999
  • UN Zusatzprotokoll bewaffnete Konflikte10 : unterzeichnet am 15.3.2001, ratifiziert am 20.02.2008
  • UN Zusatzprotokoll Kinderhandel11 : ratifiziert am 3.1.2003
  • Das “Chinese Criminal Law” verbietet den Handel und “Verkauf” von Kindern und anderen Personen.
  • Das chinesische Arbeitsgesetz beinhaltet den Gesundheits-Schutz und Sicherheitsbedingungen für junge Arbeiter und das Verbot einer Beschäftigung von Kindern.
  • Eine Vorschrift setzt eine Strafe von 500 Yuan (ca. 47 Euro) pro Monat und beschäftigtem Kind fest, sowie den Entzug der Lizenz des Arbeitgebers.
  • Wie bereits erwähnt, werden die Gesetze allerdings oft nicht auf ihre Durchführung hin kontrolliert.
  • Am 1. Januar 2008 trat ein neues Arbeitsvertragsrecht12 in Kraft, welches die Rechte der Arbeitnehmer stärken soll. Neue Regelungen bezüglich Kinderarbeit sind allerdings, soweit bekannt, kein Bestandteil.

Bisherige Lösungsansätze

Beschriftung

Im Juli 2007 meldeten Arbeitsrechtler Verstöße gegen die Schutzvorschriften in chinesischen Fabriken, in denen für die Olympischen Spiele in Peking produziert wird. Die internationalen Richtlinien wurden nicht eingehalten und Rucksäcke, Mützen und andere Produkte wurden in Fabriken produziert, in denen Kinder arbeiteten. Die Ermittler zitieren in ihrem Bericht ein 13-jähriges Mädchen, das zwei- bis dreimal im Monat von morgens bis zwei Uhr nachts arbeiten musste, oder einen Arbeiter, der trotz Hantierens mit gefährlichen Stoffen keine Handschuhe trug und sich Verletzungen zuzog.13

  • China hat mehrere Gesetze gegen Kinderarbeit eingeführt und die ILO-Konventionen ratifiziert.
  • Alle Arbeiter bekommen Identifikationskarten, die Arbeitgeber müssen das Alter ihrer Arbeiter überprüfen.
  • Repräsentanten der chinesischen Regierung werden zu Schulungen und Forschungsprojekten geschickt, um zu lernen, wie andere Länder das Problem der Kinderarbeit lösen.

Bisherige Erfolge

Aktuelle Vorwürfe zu den Olympischen Spielen

Im Zusammenhang mit der Produktion von Merchandisingartikeln zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurden von mehreren Stellen Vorwürfe laut, hierbei gebe es auch Kinderarbeit. Wie der Internationale Gewerkschaftsbund14 berichtet, ist die Reaktion des Internationalen Olympischen Komitees nicht geeignet, zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen beizutragen.

Weitere Links

Dokumentarfilm China Blue über Kinderarbeit in China
Playfair 2008 – Kampagne für gerechte Arbeitsbedingungen in der Sportartikel-Industrie

  1. CIA-The World Factbook [zurück zum Text]
  2. CIA-The World Factbook [zurück zum Text]
  3. {{dokumente:laenderliste-kinderarbeit-2009-von-us-gov.pdf">U.S.-Department of Labour - Länderliste 2009}} [zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text]
  4. Tagesschau-Bericht [zurück zum Text]
  5. Human Development Index[zurück zum Text]
  6. The World Factbook [zurück zum Text]
  7. UNESCO Institute for Statistics [zurück zum Text]
  8. Mindestalter 15 Jahre für die Zulassung zur Beschäftigung [zurück zum Text]
  9. Verbot und Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit [zurück zum Text]
  10. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Schutz der Kinder in bewaffneten Konflikten [zurück zum Text]
  11. Zusatzprotokoll zum Schutz vor Kinderhandel, -prostitution und -pornographie [zurück zum Text]
  12. China.org.cn [zurück zum Text]
  13. Artikel Süddeutsche Zeitung, Juli 2007 [zurück zum Text]
  14. Internationaler Gewerkschaftsbund [zurück zum Text]

5 Antworten auf Kinderarbeit in China

  1. tommy sagt:

    Also ich bin 13 jahre und ich habe diese Seite für mein Referat genutzt und ich finde das es echt heftig ist was da in China abgeht . Ich hätte auch nie gedacht das das so heftig ist…..

    Tommy !!

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