Kinderarbeit in Bangladesch

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in Zahlen

  • Gesamtbevölkerung: 161.083.804 Einwohner (Stand: Juli 2010)1
  • 0-14 Jahre: 34,3%1
  • Kinderarbeit 2003, gesamt: 4,7 Millionen 5-14 Jährige, das entspricht 13,6%
  • nach Geschlechtern: männlich: 18%; weiblich: 8%2
  • 62% arbeiten in der Landwirtschaft, 15% in der Industrie, 23,3% im Service
  • ca. 1,3 Millionen der Kinderarbeiter arbeiten zudem ungeschützt oder unter gefährlichen Arbeitsbedingungen3
  • die Mehrheit arbeitet unbezahlt für die eigene Familie
  • ein Kinderarbeiter in Bangladesh arbeitet durchschnittlich 24 h/Woche4

Tätigkeiten / Produkte

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Staatsform: demokratische Republik
  • Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze: 45% (2004)
  • Arbeitslosenquote: 2,5%, beinhaltet auch Unterbeschäftigung (2008)11
  • BIP 2005-2006: 62 Milliarden USD (pro-Kopf-Einkommen: 447 USD)12
  • gesetzlich festgelegter Mindestlohn: 3.000 Taka/Monat (ca. 34 Euro) (Stand: November 2010)13

Schulbildung

  • Teilnahme an der primären Schulbildung (1996-2004): männlich 78 %; weiblich 80 %
  • Analphabetenrate (2000-2004): Männer: 50 %; Frauen: 69 %14

Ursachen für Kinderarbeit

Fallbeispiel:

Die 11-jährige Aleya arbeitet mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einer Ziegelei außerhalb von Dhaka. Dort zerkleinern sie Steine. Je nach Anzahl an Steinen verdient Aleya umgerechnet 30 bis 60 US-Cents pro Tag. Vor kurzem hat sie bei der Arbeit ein Steinsplitter im Auge verletzt, was ihr Sehvermögen für einige Wochen beträchtlich einschränkte.15
  • Armut
  • Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze: 55 Mio.16

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Bisherige Lösungsansätze

(( Unicef ))

Bisherige Erfolge

  • Laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind Fortschritte bei der Umsetzung von Kernarbeitsnormen im Textilsektor zu verzeichnen. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre sei die Zahl arbeitender Mädchen erheblich zurückgegangen. Arbeiteten noch Mitte der 90iger Jahre in diesem Sektor schätzungsweise ca. 70.000 Mädchen unter 14 Jahren, so liege die Zahl der Betriebe, in denen gelegentlich noch Mädchen angetroffen werden, heute bei unter 5%. Betroffen seien vor allem ca. 200 Kleinstbetriebe im informellen Sektor. Bei der Vermeidung von Kinderarbeit spielen Nichtregierungsorganisationen (NROen) wie z.B. Karmajibi Nari (KN) eine wichtige Rolle.22
  • Ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs von Bangladesch von September 2010 fordert die Regierung nun auf, Kinderarbeit in bestimmten Industrien innerhalb eines Jahres zu eliminieren. Die ILO-Konvention zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit muss seitens der Regierung nun noch erweitert werden, gerade was den verpflichtenden Schulbesuch angeht, der Kinder von der Arbeit abhalten würde.23
  1. CIA-The World Factbook [zurück zum Text][zurück zum Text]
  2. UNICEF [zurück zum Text]
  3. The Daily Independent [zurück zum Text]
  4. ILO [zurück zum Text]
  5. ILO [zurück zum Text]
  6. U.S. Department of Labor [zurück zum Text][zurück zum Text]
  7. U.S. Department of Labor [zurück zum Text][zurück zum Text]
  8. Frankfurter Rundschau [zurück zum Text]
  9. Global March [zurück zum Text]
  10. banglarights.net [zurück zum Text]
  11. CIA – The World Factbook [zurück zum Text]
  12. Auswärtiges Amt [zurück zum Text]
  13. Stern [zurück zum Text]
  14. Unicef [zurück zum Text]
  15. Unicef [zurück zum Text]
  16. bangla rights [zurück zum Text]
  17. Abschaffung der Zwangsarbeit [zurück zum Text]
  18. Mindestalter 15 Jahre für die Zulassung zur Beschäftigung [zurück zum Text]
  19. Verbot und Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit [zurück zum Text]
  20. Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte der Kinder [zurück zum Text]
  21. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Schutz der Kinder in bewaffneten Konflikten [zurück zum Text]
  22. Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) [zurück zum Text]
  23. Artikel der Sify News [zurück zum Text]

2 Antworten auf Kinderarbeit in Bangladesch

  1. Will Smith sagt:

    Das find ich gemein! Die müssen so viel arbeiten!!

  2. Cristiana sagt:

    Die armen kinder die müssen voll viel arbeiten . die brauchen auch einbisschen freiheit :(

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