Fallbeispiel:
Die 11-jährige Shupikai lebt im verarmten Binga District in Simbabwe. Als ihre Mutter an Tuberkulose erkrankte, blieb ihr nichts anderes übrig, als die Schule zu verlassen. Ihr Vater litt bereits an einer unbekannten Krankheit, und ihre Schwestern waren erst 1 und 3 Jahre alt. So musste Shupikai zuhause bleiben und sich um ihre Familie kümmern. Da die Familie keine eigene Latrine hatte, musste Shupikai mehrmals am Tag einen riesigen 20-Liter-Wasserbehälter von einem 3 Kilometer entfernten Brunnen holen. Der Hin- und Rückweg dauerte jeweils 40 Minuten. „Wenn es nur Wasser in der Nähe gäbe, wäre die Hälfte meiner Probleme gelöst, dann wäre es einfacher, sich um meine Eltern und Geschwister zu kümmern.“
Dank UNICEF konnten nun eine Latrine und ein Brunnen gebaut werden. Shupikai konnte dadurch so weit entlastet werden, dass sie einige Monate später wieder zur Schule gehen konnte.8)
* ILO Konvention Nr. 105: ratifiziert am 27.08.199819)