Fallbeispiel:
Der 13-jährige Mahamadou Aboubacar arbeitet seit drei Jahren in Komabangou. „Ich arbeite hier, weil ich meiner Mutter nach dem Tod meines Vaters helfen musste. Mindestens dreimal täglich hole ich Wasser und transportiere es in ein 200-Liter-Fass auf einer Karre etwa einen Kilometer weit“, berichtete der Junge. Er verdient etwa sechs Dollar am Tag.
„Seitdem mein Mann gestorben ist habe ich außer meinem Jungen niemanden, der mich unterstützt“, sagt Aboubacars Mutter Mamata Gado.
„Es gibt aber auch Eltern, die ihre Kinder in die Arbeit zwingen“, betont Souley. Für die Kinder wird die gefährliche Schwerarbeit schon bald zu einem Albtraum. „Sie verletzen sich an dem schweren Gerät, das sie bedienen, oder werden krank, weil sie den giftigen Staub in den Stollen einatmen. Wenn ein Stollen einstürzt, schickt man die Kinder trotzdem in die Löcher zurück“, berichtet Souley. 4)