Wo wird mit Kinderarbeit produziert?
Ein Drittel der Shrimps, die wir konsumieren, kommen aus Asien und Lateinamerika. Thailand ist der größte Shrimp-Exporteur der Welt. Einer Studie von 2006 über Kinderarbeit in Samut Sakhon (Provinz in Thailand) zufolge arbeiteten etwa thailändische 10.000 Kinder in der fischverarbeitenden Industrie. Auch China ist ein großer Shrimpsexporteur, ebenso Bangladesh.1) 2) 3)
Welche Arbeiten werden von Kindern ausgeführt?
Sie fangen und schälen die Shrimps, transportieren Berge von ihnen ab.4)5)
Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?
Sie sind unsicheren und ungesunden Arbeitsbedingungen ausgesetzt, arbeiten ohne Sicherheitsausrüstung wie Handschuhen oder Scheren. Für die Massentierhaltung von Shrimps werden die Becken mit Antibiotika, Pestiziden und Düngemittel behandelt. Deshalb leiden die Kinder an Ekzemen. Ihre Hände und Füße schwellen an, da sie bis zu 14 Stunden in dem chemieverseuchten Wasser stehen müssen. Die Kinder haben extrem lange Arbeitstage für wenig Lohn und werden oft von ihren Arbeitgebern erniedrigt.6) 7)
Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?
Eine umweltverträgliche Alternative stellen Shrimps mit Biosiegel dar. Die Erzeuger (bisher Betriebe in Ecuador, Peru, Vietnam und Java) verpflichten sich, die Tiere artgerecht zu halten, auf Chemie- oder Antibiotika-Einsatz zu verzichten und den Tieren Öko-Futter zu geben.
Auf der Kampagnen-Website Think Shrimp! kann man sich weiter über die ökologischen und sozialen Folgen der Krabbenproduktion informieren.
Über die Environmental Justice Formation kann man sich ebenfalls an einer Shrimps-Kampagne beteiligen.