Reis stellt für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung das Hauptnahrungsmittel dar. Etwa 90 Prozent der Weltreisproduktion wird in Asien angebaut, ein ebenso großer Anteil hiervon wird dort auch konsumiert. Heutzutage existieren durch Züchtungen ca. 8000 verschiedene Reissorten. Die Weltreisproduktion hat sich zwischen 1960 und 1990 verdoppelt. Derzeit werden schätzungsweise 600 Millionen Tonnen Reis pro Jahr geerntet. In Deutschland werden im Jahr etwa drei Kilo Reis pro Kopf konsumiert, in Asien sind es hingegen ca. 150 Kilo.
Wo wird mittels Kinderarbeit produziert?
Kinder arbeiten auf Reisfeldern in Indien, Pakistan, Senegal, Niger, Dominikanische Republik, Iran, Ghana, Thailand, Kambodscha und Laos.
Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?
Kinder helfen sowohl bei der Saat als auch bei der Ernte auf den Reisfeldern. Das Aufgabenfeld umfasst hier:
Außerdem kümmern sich die Kinder darum, die Felder vor Tiereinfall und Vogelfraß zu beschützen.
Welche Gefahren und Folgen ergeben sich aus diesen Tätigkeiten für die Kinder?
Durch den Einsatz von Pestiziden auf Reisfeldern werden die Kinder direkt den giftigen, gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt. Hierunter leidet deren Entwicklung, was lebenslange Schäden nach sich ziehen kann.1)
Wie können die Verbraucher gegen Kinderarbeit in diesem Bereich aktiv werden?
Beim Kauf von Reisprodukten sollte sich auf Produkte beschränkt werden, die mit einem seriösen Sozialsiegel ausgezeichnet sind, wie beispielsweise dem TransFair-Siegel. Hier kann eine Produktionskette frei von Kinderarbeit garantiert werden.2)