Wo kommt diese Kinderarbeit vor?
Kinder, die als Müllsammler ihren Lebensunterhalt verdienen, gibt es in Süd- und Mittelamerika, insbesondere in Brasilien, Asien und Indien. In El Salvador sind 65 Prozent der Müllsammler Kinder zwischen 5 und 18 Jahre alt. Auf den Philippinen leben fast 4.000 Kinder auf Payatas, der zweitgrößten Müllhalde des Landes.1) 2)
Fallbeispiel:
Schicksal von Rajesh aus Neu Delhi
Connaught Place, das Herz Neu Delhis. Hier wird das neue Indien in Beton gegossen, mit Stahl und Glas verziert: Die zentrale Station für die High-Tech-Metro der Hauptstadt. Nur wenige Meter weiter arbeitet Rajesh als Müllsammler. Rajesh ist zwölf. Sein Vater ein Trinker, die Mutter tot. Rajesh ist weggelaufen. „Ich habe angefangen zu arbeiten, weil ich nichts zu essen und kein Geld hatte“, erzählt der Junge. „Ich begann, Flaschen zu sammeln und bekomme dafür ein, zwei Rupien vom Müllhändler. So habe ich zu essen. Abends schlafe ich neben einer Straßenkreuzung. Manchmal vertreibt uns dort die Polizei.“
Tagesschau Meldung Juni 2006
Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?
Die Kinder suchen und sammeln wiederverwertbare Dinge und reparierbare Gegenstände wie Glas, Plastikflaschen, Dosen und Metall. Bei der Suche nach Essbarem ist der Konkurrenzkampf zwischen den Kindern besonders groß.3)
Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?
Täglich sind sie Müll, Dreck, Bakterien, giftigen Gasen und Chemikalien ausgesetzt. Daher sind die Risiken enorm groß. Schnittverletzungen, Infektionen und tödliche Unfälle durch Bagger und Müllautos kommen häufig vor. Die Kinder werden oft krank, leiden an Hautausschlägen, Tuberkulose und anderen Krankheiten.4) 5)