Kupfer

Betroffene Länder

Wo wird mittels Kinderarbeit produziert?

Im Kongo (ehemals Zaire), Sambia und Bolivien arbeiten Kinder in Kupferminen. In Indien, China und Ghana versuchen Kinder aus Elektronikschrott Kupfer zurück zu gewinnen.

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

  • in den betreffenden Länder werden die Kinder in den Kupferminen angestellt, da sie kleiner und billiger sind als erwachsene Arbeiter. Ihre Aufgabe ist es, Kupfer zu finden und abzubauen. Dabei tragen sie oft weder Schutzkleidung noch Helme und arbeiten in Gängen untertags, die nicht abgesichert sind.
  • Neben der Gewinnung von Kupfer aus Minen dient in den Entwicklungsländern auch alter Elektronikschrott dazu, an Kupfer zu kommen. Dabei werden alte Kabel verbrannt, um das Kupfer freizulegen. Kinder sitzen dabei ungeschützt vor offenen Feuern, umgeben von Müll und nehmen Computer, Handys und anderen aus Europa stammenden Elektroschrott auseinander. 1)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich aus diesen Tätigkeiten für die Kinder?

  • die Kinder in den Kupferminen sind einer Vielzahl an Gefahren ausgesetzt: zum einen kann jederzeit ein Stollen zusammenstürzen, da sie kaum abgesichert sind. Durch die harte körperliche Arbeit können die Kinder schwere Gelenkschäden davontragen.
  • die Kinder, die versuchen, aus dem alten Elektronikschrott Kupfer zu gewinnen, sind hochgiftigen Chemikalien ausgesetzt. (…) “Einige können die Entwicklung des Fortpflanzungssystems bei Kindern beeinflussen, während andere die Entwicklung des Gehirns oder des Nervensystems beeinträchtigen können“, erklärt Dr. Kevin Brigden von Greenpeace International 2).

Verbraucher-Tipps

Wie können die Verbraucher gegen Kinderarbeit in diesem Bereich aktiv werden?

Um Kinderarbeit bei der Gewinnung von Kupfer zu verhindern, müssen die Elektrogeräte-Hersteller Verantwortung für ihre Geräte übernehmen. Sie müssen sowohl für die Produktion als auch für das Recycling Verantwortung übernehmen. Als Konsument kann man Kinderarbeit verhindern, indem man sich für einen verantwortungsbewussten Hersteller entscheidet.

Quellen + Links