Spielzeug

Betroffene Länder

Wo wird mit Kinderarbeit produziert?


80 Prozent der Spielzeuge aus Deutschland werden in China hergestellt. Dort wird oft mit Kinderarbeit produziert – kostengünstig und schnell. Denn die Firmen aus den USA und Europa warten bis zum letzten Moment mit ihren Aufträgen, damit ihre Produkte dem neuesten Trend entsprechen. 1

Fallbeispiel

Spielzeugfabrik in Bangkok
Am 10. Mai 1993 brach der wahrscheinlich bisher schlimmste Fabrikbrand der Welt in der Spielzeugfabrik Kader in der Provinz Nakhon Pathom nahe von Bangkok aus. 174 Frauen und Mädchen, darunter viele, die gerade 13 Jahre alt waren, kamen dabei zu Tode. Die Fabrik stellte Spielzeug für den US-amerikanischen und den europäischen Markt her und gehört dem größten Spielzeughersteller Asiens, der 10.000 Arbeitnehmerinnen in acht Ländern beschäftigt. Seine Kundenkartei ist ein “Who’s who” der internationalen Spielzeugwelt.
Die Arbeitsbedingungen in derartigen Fabriken sind erschreckend, Sicherheitsstandards und Feuerschutzbestimmungen werden völlig ignoriert. Bei den Menschen, die dort arbeiten, handelt es sich um Migranten, die über ihre Rechte nicht informiert sind, wie Sklaven behandelt und oft in den Fabriken eingesperrt werden. Frauen werden oft auf herabwürdigende Weise durchsucht. Der Arbeitsdruck ist besonders groß, wenn Aufträge hereinkommen, die schnell erledigt werden müssen. Dann dürfen sie nicht einmal zur Toilette gehen.”

Das wachsende Problem der Kinderarbeit


Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von Kindern ausgeführt?


Sie stellen Spielzeug her und verpacken es.
Kinder werden bevorzugt eingesetzt, weil sie die menschenunwürdigen Bedingungen, wie Hitze, Staub und giftige Dämpfe, eher akzeptieren als Erwachsene. Dabei arbeiten sie meist 15 bis 18 Stunden am Tag – für niedrige Löhne und ohne Arbeitsschutz. 2

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?


In Spielzeugfabriken passieren viele Unfällle aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Bränden. Durch die vielen Überstunden sind die Kinder erschöpft. Arbeitsunfälle werden außerdem durch gefährliche Tätigkeiten, fehlende Vorschriften und mangelnde Schulung ausgelöst. 3 2

Verbraucher-Tipps

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?


Beim Kauf von Spielzeug darauf achten, dass es Produkte von Unternehmen sind, die sich schriftlich verpflichtet haben, ihre wichtigsten asiatischen Lieferanten nach dem ICTI-Kodex (International Council of Toy Industries) überprüfen zu lassen. Das ist ein Verhaltenskodex zur Einhaltung von Mindestarbeits- und Sozialstandards. Er wurde im Juni 2001 vom Weltverband der Spielzeugindustrie verabschiedet.

Quellen + Links

Homepage von ICTI

  1. Kinderarbeit in der Spielzeugindustrie [zurück zum Text]
  2. Kinderarbeit in der Spielzeugindustrie [zurück zum Text][zurück zum Text]
  3. Projektmappe Kinderarbeit [zurück zum Text]

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