Gold

Gold

Betroffene Länder

Wo wird mit Kinderarbeit produziert?

Kinderarbeit in Goldminen kommt vor allem in vielen Andenländern Lateinamerikas vor. In Ecuador arbeiten über 2.000 Kinder in solchen Bergwerken. Der größte Goldexporteur Südamerikas Peru beschäftigt über 50.000 Kinder in Goldminen. Aber auch in Afrika, wie zum Beispiel in Niger, wird Kinderarbeit zum Goldabbau eingesetzt.1) 2)

Fallbeispiel:

Schicksal von Abdou aus Niger
Acht Stunden täglich schuftet Abdou Adamou unter Tage. In der Goldmine von Komabangou, rund 175 Kilometer von Niamey, der Hauptstadt von Niger entfernt, leistet der etwa 15-Jährige Knochenarbeit. In einem bis zu 80 Meter tiefen Stollen bricht er Steine aus dem Felsen und schafft sie nach draußen. Eine Schule hat der Junge seit Jahren nicht mehr besucht. Adamous Eltern verließen eines Tages ihr Dorf in der Hoffnung, im vermeintlichen Eldorado Komabangou ihr Glück zu machen. „Ich hätte ihn viel lieber weiter zur Schule gehen lassen. Doch im Dorf gab es niemanden, der für ihn sorgen wollte“, berichtete Adamous Vater. Adamou fährt jetzt jeden Morgen in die Grube ein. Proviant und Wasser für seinen Achtstundentag hat er dabei. „Anfangs war es nicht leicht, doch man gewöhnt sich daran“, sagte er. Wie er arbeiten mehr als hundert zehn- bis 16-jährige Kinder und Jugendliche in der Goldmine von Komabangou.
Afrika Start: Initiative für Schulaussteiger

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

In den meisten Bereichen der Goldproduktion werden Kinder ohne Einschränkungen eingesetzt. Kinderarbeit in Goldminen ist besonders schwierig, weil Kinder oft in nicht mehr industriell betriebenen Minen eingesetzt werden. Bereits Sechsjährige suchen in Goldminen kleine Bruchstücke des Goldes. Mit zehn Jahren müssen sie bereits Gesteinsbrocken schleppen und zerschlagen; später helfen sie, Explosionen vorzubereiten. Besonders anstrengend und gefährlich ist dabei das Graben in den engen Tunneln.3) 4)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?

Sie arbeiten meist ohne jeglichen Einsatz von Maschinen. Die Luft ist sehr stickig und heiß, das Einatmen der Dämpfe schädigt die Organe. Oft verursacht die Arbeit sogar geistige Schäden. Es kommt zu Verletzungen an den spitzen Werkzeugen. Da die Kinder oft barfuss sind, reißen sie sich die Füße an den Steinen auf, riskieren Bisse von Schlangen oder Skorpionen. Es kann zu Todesfällen kommen, wenn Kinder bei Sprengungen unter einstürzenden Stollen begraben werden.5)

Verbraucher-Tipps

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?

Die Initiative Faire Edelsteine bietet Goldschmuck an, der ohne Kinderarbeit produziert und fair gehandelt wurde.

Quellen + Links