Coltan ist ein Wirtschaftsname für ein Columbit-Tantalit-Erzgemisch. Aus dem Roherz wird vorrangig das Metall Tantal (Ta) gewonnen. Das Metall Tantal (Ta) wird wegen seiner hohen Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit in der Industrie vielfältig eingesetzt, unter anderem zur Herstellung von chirurgischen Instrumenten und in der Hochvakuumtechnik. Es wird auch in der Mikroelektronik für die Produktion von kleinsten Kondensatoren mit hoher elektrischer Kapazität verwendet, die zum Beispiel in Mobiltelefonen und Laptops eingesetzt werden.1)2)
Wo wird mittels Kinderarbeit produziert?
Die wichtigsten Lagerstätten des Coltan befinden sich in Zentralafrika. Geschätzte 50 - 80% der weltweiten Coltanvorkommen lagern in der Demokratischen Republik Kongo. Der Coltan-Abbau konzentriert sich dort im wesentlichen auf die Kivusee-Region. Etwa 30% der Arbeiter dort sind Kinder und Jugendliche.3)4)
Fallbeispiel:
Minenarbeit im Kongo
„Ich bin 15 Jahre“, ruft der staubbedeckte Junge. Der Kleine neben ihm ist noch keine zehn. Beide haben rissige, schwielige Hände und in ihren Augen ist längst nichts mehr zu lesen von einer unbefangenen Kindheit. Sie schuften in den Coltan-Minen des Kongo. In den unwegsamen Bergen des östlichen Kongo hacken es Männer, Jugendliche und Kinder aus dem kalkigen Boden. Wenn sie Glück haben, können sie das wertvolle Coltan selbst an Händler weiterverkaufen. Doch meist holen es sich die Rebellen, die damit ihren blutigen Kampf gegen die Regierung finanzieren. Wer nicht mehr arbeiten kann, weil ihn die Maloche in der schwülen Hitze ausgelaugt hat, wird einfach geköpft oder erschossen.
Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?
Ähnlich wie beim Abbau von anderen Metallen leisten Kinder Schwerstarbeit beim Abbau des Stoffes. Gestein und Schlamm werden abgetragen, gesiebt und gewaschen. Wenn das Metall vom restlichen Gestein getrennt ist wird es geschnürt und in die Dörfer und Städte getragen.
Welche Gefahren und Folgen ergeben sich aus diesen Tätigkeiten für die Kinder?