Wo wird mittels Kinderarbeit produziert?
Fallbeispiel:
Schicksal von Juan aus Ecuador
Es ist 6:00 Uhr morgens. Juan ist müde, aber er hat keine Wahl: Er muss zur Blumenplantage trotten. Dort rackert sich der elfjährige Ecuadorianer ab, bis er nach vier Stunden Arbeit weiter zur Schule trotten kann, um am nächsten Morgen wieder um 6:00 aufzustehen. Dabei hat Juan mit einer Arbeitszeit von vier Stunden noch Glück – andere Minderjährige arbeiten bis zu zehn Stunden am Tag. Besonders die Rückenschmerzen plagen Juan, wenn er nach der Arbeit im Unterricht sitzt. Manchmal ist er so müde, dass die Augen einfach nicht offen bleiben wollen. Oder er hat Kopfschmerzen von den Pestiziden auf der Farm. Wie er dann noch die Hausaufgaben abarbeiten soll, weiß er auch nicht genau.
Dokumentation über die Arbeit in der Blumenindustrie
Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?
Auf den Blumenfarmen erledigen sie die gleichen Aufgaben wie Erwachsene: Beete anlegen, Schnittblumen pflegen und transportfertig machen. 3)
Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?
Sie leisten körperliche Schwerstarbeit, haben kaum Arbeitsschutz und lange Arbeitszeiten, kommen in in Kontakt mit Chemikalien. Folgen: physische Erschöpfung, nervliche Funktionsstörungen, Vergiftungen durch Pestizide und sogar Krebserkrankungen. 4)
Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?
Das FLP-Siegel zeichnet Blumen aus, die ohne Kinderarbeit und unter menschenwürdigen Bedingungen produziert wurden.