Dienstmädchen

Betroffene Länder

Hard_working_girl_in_Nepal

(c) Peter van der Sluijs Wikimedia Commons

Wo wird diese Kinderarbeit eingesetzt?

Vor allem Mädchen werden in Teilen Afrikas, Südamerikas oder Asiens als Hausangestellte eingesetzt. In Thailand gibt ein Drittel der Kinder, die nicht zur Schule gehen, die Hausarbeit als Grund für ihr Fernbleiben an. In Abjdjan an der Elfenbeinküste sind 52 Prozent der Hausangestellten AnalphabetInnen. 60 Prozent der Hausmädchen oder -jungen in Brasilien gehen nicht zur Schule. Kinder auf Haiti, die im Haushalt arbeiten, heißen Restavèks und leben unter sklavereiähnlichen Bedingungen.1)
In vielen Regionen werden die Kinder durch Zwang oder Täuschung von ihren Familien weggelockt und an ihre Arbeitgeber vermittelt.2)

Fallbeispiel
Situation in Mali
In den Städten Malis gibt es sie in fast jedem Haushalt: Hausmädchen, die die Hausarbeiten verrichten, die für die Frau des Hauses als Straßenverkäuferinnen arbeiten oder deren Kinder betreuen. Dabei sind viele der Hausmädchen selbst noch Kinder. In der Regel sind sie zwischen 14 und 18 Jahren alt, oft aber noch jünger. Viele treibt die Armut in die Städte. Oder sie müssen für die zum Heiraten notwendige Aussteuer Geld verdienen. Ihr Monatseinkommen liegt zwischen 3,50 und 7,50 Euro. Neuerdings artet die Vermittlung solcher Mädchen in kriminellen Handel aus, bei dem Vermittler, Transporteure und späteren Arbeitgeber reichlich Gewinn machen. Sexuelle Übergriffe der Hausherren und folgende Schwangerschaften bei den Mädchen sind nicht selten.3)

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

Kinder, die als Hausangestellte arbeiten, haben alle möglichen Arbeiten im Haus zu erledigen: Sie kochen, waschen und putzen. Normalerweise leben die Kinder im Haus ihres Arbeitgebers, dabei arbeiten sie bis zu 15 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Das Haus dürfen sie, wenn überhaupt, nur zum Einkaufen verlassen.
Kinder verdienen wenig und werden oft gar nicht oder in Form von Naturalien bezahlt. Meistens müssen sie mit der Arbeit die Schulden ihrer Familie zurückzahlen.2)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich aus diesen Tätigkeiten für die Kinder?

Dadurch, dass die Kinder körperlich schwere Arbeit zu verrichten haben, und ihnen nur unzureichende Ernährung und medizinische Versorgung zur Verfügung stehen, kann es leicht zu dauerhaften physischen und psychischen Schäden kommen. Sie haben meistens kein Bett zum Schlafen, werden körperlich misshandelt und sexuell missbraucht, des Diebstahls beschuldigt und dürfen nicht zur Schule gehen. Werden die Mädchen schwanger, werden sie meist auf die Straße gesetzt und enden in der Prostitution, weil sie nicht nach Hause können oder wollen. Im schlimmsten Fall sind die Mädchen HIV-positiv.2)

Quellen + Links

Abendschule für Dienstmädchen
Kinderarbeit in Marokko

  1. Kindernothilfe []
  2. Projektmappe Kinderarbeit [] [] []
  3. Terre des Hommes – Aktionen []

3 Kommentare zu Dienstmädchen

  1. Sonja sagt:

    Irritierend, dass die Seite „aktiv gegen Kinderarbeit“ den Link zu den aufgeführten Schicksalen und damit verbundenen Branchen unter produkte/anderes/dienstmädchen anzeigt… Ich wüsste nicht weshalb Kindersoldaten, Dienstmädchen oder Kinder die als Müllsammler ausgenutzt auf einer deutschen Homepage unter Produkte aufgeführt werden sollten.

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Dass eine kontextlose Auflistung in dem von Ihnen geschilderten Zusammenhang missverständlich oder befremdlich wirkt, können wir nachvollziehen. Dennoch sollte jedem Leser klar sein, der sich tiefer mit unseren Inhalten und differenzierten Hintergrundinformationen beschäftigt, dass wir uns grundsätzlich um eine wertschätzende und kritische Sprache bemühen und schon allein aus diesem Grund die betroffenen Kinder in ausbeuterischen Dienstleistungsverhältnissen selbstverständlich von uns nicht als Produkte angesehen werden. Es handelt sich hier lediglich um einen Navigationspfad und nicht um einen inhaltlichen oder gar bewertenden Zusammenhang. Der dazwischen geschaltete Begriff „anderes“ unterscheidet zudem die Dienstleistung als ökonomisches Gut von einer Warenproduktion im herkömmlichen Sinn.

  2. Natalie sagt:

    Die Armen kinder die können ja nichts dafür nur weil die eltern kein geld haben die sollten mal überlegen das die kinder ein teil der familie ist und man sie auch liebt. kinder müssen zur schule gehen und nicht arbeiten !!!!!!!! Z.b kinder als prostituierte ??????????!!!!!! geeehts noch die armen kinder werden ihr ganzes leben lang unter den seelischen un korperlichen problemem leiden ..

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