Kimberley Process

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Vollständige Bezeichnung: Kimberley Process Certification Scheme (KPCS)

Branche

(Roh-) Diamanten

Regionale Verbreitung

Weltweit

Ziele

Die Mitglieder des Kimberley Prozesses wollen den Handel mit Diamanten aus Konfliktregionen sowie die Finanzierung der Konflikte durch den Kauf dieser so genannten „Blutdiamanten“ verhindern. Gewinnung und Handel der Diamanten werden daher kontrolliert und die Herkunft mit einem Siegel bestätigt.

Mitglieder müssen die internationalen Mindeststandards erfüllen:

  • Erlass nationaler Gesetze sowie Etablierung von Institutionen zu deren Durchsetzung
  • Interne Kontrolle von Import- und Exportwaren und Kontrollen in den Produktionsstätten
  • Diamantenhandel darf nur mit Ländern stattfinden, die die Erfüllung der Mindeststandards ebenfalls zugesagt haben
  • Handel nur mit Diamanten, die das Siegel tragen; dieses muss u.a. eine Angabe über Herkunftsland, Kontrollinstitution, Karatangabe und Wert in US-Dollar enthalten

Verbindlichkeit

  • Die Mitgliedschaft verpflichtet die einzelnen Länder zur Einhaltung der Mindeststandards
  • Zusätzlich müssen an den Vorstand des Kimberley Prozesses statistische Daten weitergegeben werden und die anderen Mitgliedsländer über Veränderungen informiert werden

Kontrollen

  • Die Kontrollen unterliegen den einzelnen Mitgliedsländern mittels eigener Kontrollbehören und nationaler Gesetzgebung
  • Probleme bei den Kontrollen gibt es nach wie vor durch den regen Schmuggel von Rohdiamanten über die Grenzen in ein Nachbarland: dort erhalten die Diamanten dann das Siegel und werden irrtümlicherweise als „saubere“ Diamanten verkauft1)

Sanktionsmöglichkeiten

Verlust der Mitgliedschaft.

Bemerkenswertes

99,8 Prozent der am Markt verfügbaren Diamanten tragen das Siegel des Kimberley Prozesses.

Links

http://www.kimberleyprocess.com/

  1. Süddeutsche Zeitung []

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