Siegel und Zertifikate

Fair Wear Foundation

Fair Wear Foundation
Der Sitz der Fair Wear Foundation ist in Amsterdam. FWF arbeitet mit Unternehmen aus sieben europäischen Ländern zusammen, darunter Deutschland, die ihre Produkte aus 55 Ländern weltweit beziehen. Das Ziel ist die Förderung fairer und menschenwürdiger Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie.

Fair Flowers Fair Plants

Fair Flowers Fair Plants
FFP hat sich die Einhaltung eines weltweiten sozialen und ökologischen Standards für die Herstellund und den Handeln von Blumen und Zierpflanzen zum Ziel gesetzt. Dies beinhaltet beispielsweise die Zahlung existenzsichernder Löhne, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und das Verbot hochgiftiger Pestizide.

Kimberley Process

Kimberley Process
Die Mitglieder des Kimberley Prozesses wollen den Handel mit Diamanten aus Konfliktregionen sowie die Finanzierung der Konflikte durch den Kauf dieser so genannten „Blutdiamanten“ verhindern. Gewinnung und Handel der Diamanten werden daher kontrolliert und die Herkunft mit einem Siegel bestätigt.

UTZ

UTZ
UTZ möchte dazu beitragen, nachhaltige und für den Verbraucher transparente landwirtschaftliche Lieferketten zu schaffen. Hierbei liegt die Aufmerksamkeit auf Agrarmanagement, ökologischer und sozialer Verantwortung. Die sozialen Kriterien berufen sich auf die ILO-Kernarbeitsnormen. Um eine UTZ-Zertifizierung zu erhalten, müssen Hersteller die in den Verhaltensnormen festgesetzten ökonomischen, sozialen und umweltrelevanten Kriterien erfüllen.

TCO-Certified

TCO Development mit Sitz in Stockholm (Schweden) verleiht das TCO-Siegel zur Sozialverträglichkeit auf internationaler Ebene an verschiedene IT-Geräte. Dabei wird vor allem auf Arbeiterschutz wertgelegt; die Rohstoffbeschaffung wird nicht berücksichtigt.

Fair Stone

Fair Stone
Fair Stone ist ein internationaler Umwelt- und Sozialstandard für Natursteinimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel ist die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in Steinbrüchen und weiterverarbeitenden Betrieben.

FairWild

FairWild
Wildpflanzen und -kräuter werden von der FairWild Foundation zertifiziert. Ziel ist das Sicherstellen von nachhaltigen, ökologisch korrekten Anbaumethoden und sozial verträglichen Arbeitsbedingungen, also fairen Löhnen und Ausschluss von Kinderarbeit.

Flower Label Program

Flower Label Program
Das Flower Label Programm hat zum Ziel, den Lebensstandard der Arbeiter auf den Blumenfarmen zu verbessern. Zu den Kriterien, die erfüllt werden müssen, gehören u.a. die Zahlung existenzsichernder Löhne, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und das Verbot der Verwendung hochgiftiger Pestizide.

GoodWeave / Rugmark

GoodWeave / Rugmark
Das Rugmark-Siegel wurde 2009 vom GoodWeave-Siegel abgelöst. Durch das Siegel soll illegale und ausbeuterische Kinderarbeit in der Teppichindustrie in Indien und Nepal bekämpft werden. Zudem berücksichtigt der neue GoodWeave-Standard nun auch soziale und ökologische Kriterien für zertifizierte Teppiche.

GOTS

Das GOTS-Siegel ist auf Textilartikeln zu finden. Es garantiert soziale und ökologische Standards in der ganzen Wertschöpfungskette, von der Ernte der Baumwolle bis zur Produktion.

Hand in Hand

Hand in Hand
Das Hand-in-Hand-Siegel der Rapunzel Naturkost AG kennzeichnet fair gehandelte Produkte, die aus ökologischer Landwirtschaft stammen und direkt von den Hand-in-Hand-Partnern bezogen werden. Kriterien für einen Hand-in-Hand-Partner sind u.a. Produkte in Bioqualität, Soziale Sicherung der MitarbeiterInnen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und keine Kinderarbeit. Gegenwärtig tragen über 74 Produkte das Hand-in-Hand-Siegel.

IVN-Qualitätszeichen

IVN-Qualitätszeichen
Verband der Naturtextilwirtschaft e.V." verfolgt das Ziel, Naturtextilien bei Verbrauchern, Presse und Handel bekannter zu machen. Es gibt Qualitätsstandards ( Naturtextil IVN zertifiziert BEST/ Naturleder IVN zertifiziert/ Global Organic Textile Standard/ Naturtextil IVN zertifiziert), wofür bei der Herstellung von Textilien auf ökologische wie soziale Kriterien geachtet werden muss. Die Qualitätszeichen fordern soziale Verantwortung beim Anbau der Pflanzen bis zur Fertigung qualitativ hochwertiger Textilien.

MADE-BY

MADE-BY
Das MADE-BY Siegel ist ein unabhängiges Verbrauchersiegel für Modeunternehmen. Made-By stellt den Unternehmen Instrumente und Hilfe für die Umsetzung sozialer und ökologischer Standards zur Verfügung.

Naturland

Naturland
Naturland ist ein Bio-Siegel mit zusätzlichen Kriterien zu sozialer Verantwortung. Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen. Naturland-Bauern und -Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die des Bio-Siegels.

Naturland Fair

Naturland Fair
Naturland Fair stellt eine Erweiterung von Naturland dar. Um diese Zertifizierung zu erhalten, müssen sämtliche von Naturland geltenden Richtlinien eingehalten werden, welche um Bestimmungen zum fairen Handel und Anbau erweitert wurden. Dies umfasst unter Anderem Regeln zur Bezahlung der Arbeiter in den Erzeugerländern, erweiterte soziale Standards, oder auch den Nachweis, dass Rohstoffe (wie zum Beispiel Milch, Kakao,..) nicht aus regionalem Anbau im Verbraucherland gekauft werden konnten. Partner von Naturland Fair ist unter Anderem BanaFair.

Rainforest Alliance

Neben ökologischen Standards beinhalten die Richtlinien für Produkte mit dem Siegel der Rainforest Alliance auch Standards für die Behandlung der Arbeiter. Darunter fällt das Verbot von Kinderarbeit.

SA 8000

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1998 von einer NGO entwickelt, übernimmt die Norm SA 8000 (Standard for Social Accountability) die Verantwortung für die Umsetzung und Kontrolle von sozialen Mindeststandards in produzierenden Unternehmen und ist für die Zertifizierung von Fabrikationsstätten weltweit verantwortlich. In den grundsätzlichen Forderungen des SA 8000 Standard ist auch das Verbot von Kinderarbeit verankert.

STEP

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Das Label STEP ist eine Schweizer Initiative, die sich für bessere Produktionsbedingungen im Teppichhandel einsetzt. Das geschieht durch die Vergabe des STEP-Siegels. Das STEP-Siegel erhalten Firmen in asiatischen Ländern, die keine Kinder beschäftigen und ihre Teppiche ökologisch herstellen. Unangekündigte Kontrollen finden zweimal im Jahr statt.

Fairtrade

Fairtrade
Das Fair-Trade-Siegel wird von TransFair, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung des fairen Handels mit der „Dritten Welt“, vergeben. Das Siegel zeichnet u.a. Schokolade, Wein und Fußbälle aus. Mit Hilfe eines Höheren Verdienstes durch den fairen Handel können die Bauern oder Kleinhersteller ihr Existenzminimum sichern und Gelder in Straßen oder Schulen investiert werden.

Xertifix

Xertifix
XertifiX wurde im Jahre 2005 aufgrund der vorherrschenden Kinder- und Sklavenarbeit in Indiens Steinbrüchen gegründet. Das XertifiX-Siegel garantiert, dass in zertifizierten Steinbrüchen menschenwürdige Bedingungen herrschen: Arbeitnehmer dürfen Gewerkschaften angehören und bekommen Mindestlöhne. Kinderarbeit ist verboten. Unangekündigte Kontrollen stellen sicher, dass die Standards eingehalten werden.

6 Kommentare zu Siegel und Zertifikate

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  3. Pingback: Recherche zu der Firmenliste | earthlink e.V.

  4. Chi L. Dlive sagt:

    In dieser Dokumentation
    http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/minuten757.html
    wird auch ein Unterstützungsprojekt von UTZ gezeigt. Ich weis nicht, ob die Firma hier Erwähnung finden sollte.

    Die Dokumentation vermittelt das Gefühl, dass die Unternehmen Geld in Vorzeigeobjekte stecken, aber mehr auch nicht. Und das Beste was rauskommt sind die Werbefilmchen.

    Woher kann ich sicher wissen, dass die Unternehmen etwas tun?

  5. Frieda Steinbrecht sagt:

    Die Seite war mir sehr hilfreich, denn ich arbeite gerade an einem Schulprojekt zum Thema Kinderarbeit und wollte wissen, auf welche Sachen man beim Einkauf so achten muss.

    • Liebe Frieda,
      ich sitze auch gerade an einer Recherche über Kinderarbeit im Rahmen eines Schulprojektes. Unser Thema Baumwollernte und die weitere Verarbeitung. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren.
      Vielen Dank.
      Katrin Morsch

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