Zotter

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  •  In einem Interview sagte Geschäftsführer Josef Zotter, Nachhaltigkeit beinhalte für ihn //„die Wiederaufforstung des Regenwaldes, das Bewusstsein für die Umwelt bei den Bauern in den Anbauländern, Bildungschancen für deren Kinder.(…) Bildung ist das Tor zur Welt und zu sich selbst. Deshalb ist mir der faire Handel heute so wichtig. Er richtet sich gegen Kinderarbeit und unternimmt den Versuch, eine halbwegs gute Ausbildung zu bieten – und zwar nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene in Form von Weiterbildung.“/:2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Als Mitglied der FAIRTRADE-Initiative erfolgen Kontrollen durch deren akkreditierte Kontroll-Organisationen.
  • Seit 2008 Zertifizierung des verwendeten brasilianischen Kakaos durch das unabhängige schweizer Kontrollinstitut IMO.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  •  Es sind keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Zotter unterstützt die Organisation „Helfen ohne Grenzen“, die unter anderem Schulen für burmesische Kinder errichtet, damit sie nicht als billige Arbeitskräfte in Restaurants, Haushalten, Fabriken oder Bordellen landen. An den Schulen wird dafür gesorgt, dass die Ernährungslage der Kinder verbessert wird. Dort erhält ein burmesisches Flüchtlingskind pro verkaufter „Schokolade macht satt“-Tafel  ein Schulessen.3)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • 2006 unterstützt Zotter mit dem Projekt „Qualität statt Armut“ gezielt drei Kooperativen in Nicaragua.
  • 2010 startet die Initiative „Ziegen für Burundi. Pro verkauftem Lolly Top – Schokolutscher geht ein Spendenanteil an das Caritas-Projekt „Ziegen für Burundi“. Eine Ziege sichert das Überleben einer Familie. Bisher konnten von dem Erlös 928 Ziegen gekauft werden.
  • ebenfalls 2010 kommt die Sorte „Ein Waldstück – die Umweltschokolade“ auf den Markt. Pro verkaufter Tafel pflanzt das Unternehmen dafür einen Baum im Regenwald
  • Die Zotter Schokoladenmanufaktur beteiligt sich an einem Projekt in Nicaragua, das von der österreichischen Bundesregierung durch einen Entwicklungshilfe-Fonds mitfinanziert wird. Ziel ist es, dort eine Kooperative aufzubauen, die den Kakaobauern helfen soll die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, so dass sie höhere Erträge erzielen können.4)
  •  Ein Teil des Eintrittsgeldes für Führungen in der Schokoladenfabrik werden an das Projekt „Save the forest“ zur Erhaltung des Amazonas Regenwaldes gespendet.

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03/04/2012 16/08

Quellen

Zotter Schokoladen

  1. Zotter Schokoladen []
  2. Interview mit Josef Zotter []
  3. „Schokolade macht satt“-Projekt []
  4. Interview mit Josef Zotter []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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