Zentis

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Lebensmittel -

Produktionsorte

  • Laut Zentis sind die wichtigsten Rohstoffe Zucker, Früchte, Kakao und Cerealien.
  • Diese Rohstoffe werden in den weltweit unterschiedlichsten Ländern eingekauft. Früchte, Sirup und Konzentrate werden in den Regionen erworben, in denen die Bedingungen im jeweiligen Erntejahr die Einhaltung der strengen Zentis Spezifikationen für Anbau, Ernte und Qualität garantieren. Mandeln kommen beispielsweise aus Kalifornien, Äpfel aus der Bodenseeregion und Erdbeeren aus Polen.
  • Zentis arbeitet mit seinen Lieferanten und Produzenten in der Regel seit vielen Jahren zusammen. Mit fast 42 Prozent sogar schon seit mehr als zehn Jahren. Nur ein Drittel kam in den vergangenen fünf Jahren dazu. 1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Zentis hat einen Ethikkodex als freiwillige Selbstverpflichtung eingeführt 2) , welcher Maßstäbe und Leitlinien des unternehmerischen Handelns vorgibt. Der Ethikkodex legt hinsichtlich Kinderarbeit folgende Prinzipen fest:
  • Kinderarbeit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen werden von Zentis nicht toleriert. Bei der Einstellung und Beschäftigung kommen die gesetzlichen Regelungen gemäß dem Jugendarbeitsschutzgesetz zum Tragen.
  • Mitarbeiter werden nur auf freiwilliger Basis beschäftigt, womit auch keine Zwangsarbeit stattfindet. Zudem werden körperliche Strafen sowie psychische und physische Nötigung untersagt
  • Zentis schließt aufgrund seiner strikten Einkaufsbedingungen unter dem Punkt „Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung“ Kinderarbeit in der Produktions- und Lieferkette aus.
    1) Der Lieferant erkennt die Rechte des Kindes nach Artikel 32 der UN-Kinderrechtskonvention an
    2) Der Lieferant wird alle Gesetze und Rechtsvorschriften beachten, die von den Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention zum Schutz von Kindern vor wirtschaftlicher Ausbeutung und von den Mitgliedern der Übereinkommen 138 und 182 der International Labour Organisation über das Mindestalter sowie das Verbot und die Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit erlassen werden.
    3) Der Lieferant erkennt das Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit im Sinne von Artikel 4 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten an. Er wird auch alle Gesetze und Rechtsvorschriften beachten, die von den Vertragsstaaten des Übereinkommens über die Sklaverei in der Fassung des Zusatzübereinkommens über die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels und sklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken erlassen werden.
    4) Der Lieferant verpflichtet sich weiter, die vorstehenden Verpflichtungen einschließlich dieser Weitergabeverpflichtung seinen Vorlieferanten aufzuerlegen.
  • Zusätzlich gibt es einen Lieferantenfragebogen, den Zentis 2011 um einen Abschnitt zur Corporate Social Responsibility erweitert hat. Die Abfragen zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen wurden hier ausführlich gestaltet. So erhält Zentis einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise des liefernden Unternehmens. Die Beantwortung aller Fragen wird vom Zentis-Qualitätsmanagement ausgewertet. Bei Abweichungen von den Zentis Vorgaben werden diese Lieferanten nicht beauftragt bzw. ausgelistet.
  • Die absolute Ablehnung von Kinderarbeit sowie Zwangs- und Pflichtarbeit werden durch diesen Fragebogen, die Einkaufsbedingungen, die von jedem der Lieferanten im Rahmen der Kontraktbestätigungen unterschrieben werden müssen sowie der Teilnahme von Zentis am BSCI-Verhaltenskodex untermauert.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Das oben beschriebene Compliance Managementsystem wird durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach IDW Standard PS 980 zertifiziert. 2)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht. Wir sehen z.B. bei der Haselnussernte einen Risikobereich:  So gibt das Unternehmen in seinem Nachhaltigkeitsbericht 2011 an: “Zentis ist sich darüber bewusst, dass einige der bezogenen Rohstoffe aus Regionen stammen, in denen Kinderarbeit und andere menschenunwürdige Arbeitssituationen an der Tagesordnung sind. Auf Basis eigener Erhebungen wird für 4,8 % der eingekauften Rohwaren im Jahr 2011 dieses Risiko rein aufgrund ihrer geografischen Herkunft nicht ausgeschlossen.
    Mittelamerika (Mexiko), Afrika (Äquatorgürtel, Elfenbeinküste), Türkei.”
  • Nachhaltigkeitsbericht 2012/13: “Bei manchen Rohstoffen lässt es sich nicht vermeiden, Ware aus den Hauptanbaugebieten zu beziehen, wie z. B.
    Haselnüsse aus der Türkei oder Kakao aus Afrika. Aber
    auch hier werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten
    aktiv. So stellen wir z. B. Kakao sukzessive um auf UTZWare… 3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

 Reaktionen

Wie hat das Unternehmen auf die Vorwürfe reagiert?

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Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Zentis ist seit 2012 Ordentliches Mitglied des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil), eine gemeinnützige Vereinigung zur Förderung des Anbaus und der Verwendung von nachhaltigem Palmöl. Im Zuge dessen wird die komplette Produktion der Nuss-Nougat und Schoko-Cremes zu 100 Prozent auf zertifiziertes Palmöl aus nachhaltigem Anbau hergestellt. Ein Großteil der Lieferanten sowie Zentis selbst ist Mitglied bei Sedex (Supplier Ethical Data Exchange). 4)

 

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

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  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 11.07..2014 [zurück zum Text]
  2. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 11.07.2014 [zurück zum Text][zurück zum Text]
  3. Nachhaltigkeitsbericht 2012/13 [zurück zum Text]
  4. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 11.07..2014 [zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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