Wolverine World Wide, Inc.

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Leder - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an www@lambert-edwards.com am 07.03.2014 noch nicht geantwortet.

  • Marken: Bates; Cat Footwear;Chaco; Cushe; Hush Puppies; HyTest; Keds; Merrell; Saucony; Sebago; Sperry Top-Sider; Stride Rite; Wolverine
  • Markenlizenz für: Patagonia Footwear; Harley-Davidson Footwear
  • Tochtergesellschaft: Wolverine Leathers, die unter anderem an Nike, Adidas, Vans, Marks & Spencers etc. Wildleder liefert

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Wolverine World Wide produziert unter anderem in China und Vietnam.1)
  • Das Leder für Wolverine Leathers wird in Taiwan, China und den USA gegerbt und gefärbt.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die Firma Wolverine World Wide spricht sich gegen Kinderarbeit aus.
  • In einem eigenen Code of Conduct legt die Firma fest, dass keine Kinder unter 16 Jahren sowie Kinder, die aufgrund ihres Alters gesetzlich noch die allgemeine Schulpflicht haben, angestellt werden dürfen und erwartet von den Zulieferern die Einhaltung dieses Standards. Der Code of Conduct gilt für alle Sub-Unternehmen.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Firma Wolverine World Wide legt in ihrem Code of Conduct fest, dass die Produktionsstätten durch „Kontrollen vor Ort, unterzeichnete Produktionsverträge sowie durch Beurteilungen von Drittpersonen überprüft werden“. Jedoch wird nicht deutlich, ob es sich dabei um unabhängige und regelmäßige Kontrollen handelt und wer diese durchführt.4)
  • Die Informationen über interne sowie externe Kontrollen sind wenig durchschaubar und intransparent. Aussagen darüber, ob die im Code of Conduct formulierten Standards tatsächlich eingehalten werden, können deshalb nicht getroffen werden.
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte streng genug. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte unabhängig und regelmäßig kontrolliert werden. Die Ergebnisse sollten transparent gemacht werden. All jenes ist bei Wolverine World Wide offensichtlich nicht der Fall. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Wolverine Worldwide Foundation unterstützt gemeinnützige internationale sowie lokale Organisationen. Laut dem Unternehmen betrifft die Hilfe auch Organisationen, die sich für die Bildung und das Wohlergehen von Kindern und ihren Eltern einsetzen.5)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

 

Links und Quellen

  1. digitalcommons.ilr.cornell.edu: The Kingmaker Company’s Factory in Zhuhai, China; aufgerufen am 22.05.2014 []
  2. Wolverineleathers.com: tanning today; aufgerufen am 23.05.2014 []
  3. Wolverine World Wide: Code of Conduct; September 2012; Seite 16 sowie Seite 4; aufgerufen am 07.03.2014 []
  4. Wolverine World Wide: Code of Conduct; September 2012; Seite 16; aufgerufen am 07.03.2014 []
  5. Wolverineworldwide.com: causes []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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