Volkswagen AG

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Eisenerz -
Branchenzuordnung: Sonstiges -

Produktionsorte

  • Der Konzern produziert in 19 europäischen Staaten und in acht Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas in 106 Fertigungsstätten. Eine genaue Auflistung der Produktionsstätten kann auf der Website1) eingesehen werden.

Unternehmenspolitik

Der Volkswagen Konzern legt weltweit großen Wert auf die Übereinstimmung des unternehmerischen sozialen Handelns mit den Leitlinien  folgender Abkommen:

  • Als Unterzeichner des „United Nations Global Compact“ (seit 2002) engagiert sich der Volkswagen Konzern u.a. für die Abschaffung von erzwungener Arbeit und Kinderarbeit.
  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UNO)
  • Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
  • Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
  • International Pakt über bürgerliche und politische Rechte
  • Dreigliedrige Grundsatzerklärung der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik
  • ILO Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit vor allem mit folgenden Themen: Verbot von Kinderarbeit, Abschaffung von Zwangsarbeit, Diskriminierungsverbot, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen)
  • “Agenda 21” zur nachhaltigen Entwicklung
  • Prinzipien des Global Compact für eine sozialere und ökologischere Globalisierung
  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

 Konzernweite Verhaltensgrundsätze

  • Volkswagen Sozialcharta
  • Charta der Arbeitsbeziehungen
  • Code of conduct: „Wir lehnen jegliche wissentliche Nutzung von Zwangs- und Pflichtarbeit ab. Kinderarbeit ist untersagt. Wir beachten das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung nach Maßgabe der staatlichen Pflichten“ (S. 7)
  • Sozialcharta:

§ 1 Grundlegende Ziele

1.4 Keine Kinderarbeit

„Kinderarbeit ist untersagt. Das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung nach

Maßgabe der staatlichen Regelungen wird beachtet.“

Kontrollen

  • Monitoringkonzept für Umwelt- und Sozialstandards
  • Plausibilitätscheck
  • Experten-Team: Einzelfallbezogene Prüfung (fallbezogene Stichproben beim Lieferanten vor Ort durch das Ad-hoc-Experten-Team)
  • Nachweispflicht für Verbesserungen
  • Informationsbereitstellung via B2B- Plattform (www.vwgroupsupply.com)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht womöglich Rohstoffe (wertvolle Metalle, Kobalt, Coltan) aus Sambia oder dem Kongo. Dort arbeiten rund 50.000 Kinder in den Minen. Jeder dritte Bergarbeiter aus Katanga ist noch ein Kind oder Jugendlicher, manche von ihnen sind gerade mal sieben Jahre alt.
  • Das Unternehmen bezieht eventuell Coltan aus dem Kongo, da sich wichtige Lagerstätten hier befinden. Von hier sind schwerste Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit beim Coltan-Abbau bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

  • „Ein Tag für die Zukunft“: Seit 2002 helfen die Mitarbeiter von Volkswagen de México unter diesem Slogan benachteiligten Kindern rund um den Standort Puebla, indem sie das Gehalt eines Arbeitstages spenden. Die Spende jedes Mitarbeiters wird durch das Unternehmen verdoppelt.
  • „Volkswagen Fundacao“: In den letzten zehn Jahren profitierten von der Volkswagen Stiftung für Bildung und Entwicklung über eine Million Studenten und Schüler.
  • „Ausbildung für Jugendliche in Äthiopien“: Das SOS Vocational Training College Kality liegt am Stadtrand von Addis Ababa, der Hauptstadt Äthiopiens. Es stellt in einem der ärmsten Länder der Welt einen Hoffnungsschimmer dar. Hier haben junge Menschen aus den SOS Kinderdörfern die Möglichkeit, eine Ausbildung in den Bereichen Fahrzeugmechanik, allgemeine Mechanik und Holzverarbeitung zu absolvieren. Durch die Bereitstellung von Werkzeugen und Werkstücken zu Ausbildungszwecken sowie durch den regelmäßigen Unterricht zum Erwerb technischer Fertigkeiten erlangen die Schüler zusätzliche Qualifizierungen im Bereich der Nutzfahrzeuge. So können sie ihre Berufsaussichten und damit auch ihre Lebensqualität maßgeblich steigern. Mit Unterstützung von MAN Truck & Bus konnte nun ein zusätzliches College-Gebäude errichtet werden. Seit 2008 hat MAN dieses Projekt jährlich mit 200.000 Euro unterstützt.
  • „A chance to play“: Der Konzernbetriebsrat hatte alle Mitarbeiter damals zum Verzicht auf einen Stundenlohn aufgerufen. Der Batzen Spendengeld sollte Straßenkindern zu Gute kommen – in Form von Obdach, Nahrung und Ausbildung. Seither läuft die Aktion „Eine Stunde für die Zukunft – Volkswagen-Belegschaft hilft Kindern in Not“ mit großem Erfolg. Mehr als acht Millionen Euro sind bisher zusammengekommen. Unterstützt werden Projekte an den Standorten der Volkswagen AG in Brasilien, Argentinien, Mexiko, Südafrika und Deutschland. Die Hilfe zur Selbsthilfe soll dazu beitragen, die Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien nachhaltig zu verbessern. Partner ist das Kinderhilfswerk terre des hommes. Gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat werden Projekte ausgewählt und die Arbeit vor Ort professionell begleitet. Zum zehnjährigen Jubiläum von „Eine Stunde für die Zukunft“ wurde jetzt unter dem Motto „A chance to play“ ein dreijähriges Sonderprogramm am Standort Südafrika, dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, ins Leben gerufen. Denn: Von einer unbeschwerten Kindheit können viele Jungen und Mädchen dort nur träumen

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Links und Quellen


  1. Volkswagen AG Website: Der Konzern – Produktionsstandorte; Aufgerufen am 06.03.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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