Volcom

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an rwhetstone@pondel.com am 09.03.2012 noch nicht geantwortet.

Volcom ist eine Tochtergesellschaft der Firma Kering (ehemals PPR).1)

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Volcom verfügt über einen Work Place Code of Conduct, den alle seine Lieferanten und Subunternehmen unterschreiben müssen und dessen Anforderungen jährlich aktualisiert werden.3) In diesem Work Place Code of Conduct spricht sich Volcom gegen Kinderarbeit aus, jedem Lieferanten ist es untersagt, Kinder unter 16 Jahren einzustellen. Wenn das legale Arbeitsalter des jeweiligen Landes noch darüber liegt, gilt dieses.4) Der Mutterkonzern Kering von Volcom verfügt ebenso über einen Verhaltenskodex, welcher auf mehreren internationalen Referenztexten basiert. Unter diesen befinden sich die ILO Konventionen 29, 105, 138 und 182, welche sich gegen Kinderarbeit aussprechen, sowie das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes.5)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Volcom überprüft seine Zuliefererkette in regelmäßigen Abständen und führt bei allen Fabriken, die nicht das WRAP Siegel tragen, Kontrollen durch, um damit die Einhaltung des Code of Conduct, sowie aller anderen relevanten Gesetze und Regeln sicherzustellen. Diese Kontrollgänge werden u.a. von externen Kontrollfirmen, wie beispielsweise Intertek und SGS durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, dass das gesamte Fabrikgelände überprüft wird und die Arbeitnehmer ohne Aufsicht ihrer Manager mit den Kontrolleuren ins Gespräch kommen können, um über Arbeitsverhältnisse zu berichten oder etwaige Missstände aufdecken zu können. Von jeder neu unter Vertrag zu nehmender Zuliefererfirma wird ein aktuelles, zufriedenstellendes Gutachten einer externen oder etablierten Kontrollfirma verlangt. Zudem muss eine Liste mit den Namen und Adressen aller Vertragspartner, Zulieferer und Subunternehmen bereitgestellt werden.
  • Die Kontrollen werden angekündigt, wenn sich hierbei eine unzureichende Einhaltung der Standards von Seiten der kontrollierten Produktionsstätte herausstellt, wird ab einem Zeitfenster von zwei Wochen später irgendwann eine nachfolgende, zweite Kontrolle unangekündigt durchgeführt.
  • Falls jemals ein Fall von Kinderarbeit entdeckt werden sollte, wird sofort etwas dagegen unternommen und Kontrollfirmen überprüfen die Fabrik eine Woche später, um sicherzustellen, dass die Missstände behoben wurden.6)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Es sind uns keine Vorwürfe zu Volcom im Zusammenhang mit Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Volcom ist eine der mehr als 60 weltweit bekanntesten Bekleidungsfirmen, die einen Selbstverpflichtungsvertrag unterschrieben haben, welcher besagt, dass sie nicht wissentlich Baumwolle aus Usbekistan (welches in dieser Branche bekannt ist für Kinderarbeit) beziehen wollen. Die Firmen wollen an diesem Vertrag festhalten, bis von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bestätigt wird, dass jegliche Form von Kinderarbeit bei der Ernte von Baumwolle in Usbekistan abgeschafft wurde.7)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Volcom betreibt bereits im zweiten Jahr seine „Give Jeans a Chance“ Kampagne. Dabei motiviert die Firma Geschäfte und Läden mit Geschenken und Gewinnspielen gebrauchte Jeans an Obdachlosenheime zu spenden, bevor die Kälte des Winters einsetzt.8)

 

Links und Quellen

  1. Kering Brands – Stand 12.01.15 []
  2. Answers.com []
  3. California Transparency in Supply Chains Act Disclosure []
  4. Volcom News Articles – Link zum Artikel nicht mehr abrufbar am 28.02.2014 []
  5. Kering Code of Ethics []
  6. California Transparency in Supply Chains Act Disclosure []
  7. Cotton Campaign – Link nicht abrufbar: 16.06.2015 []
  8. stuff.co.nz []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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