Tchibo (Bekleidung)

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Verhaltenskodex für „Non-Food Bereich“: Keine Arbeiter unter 15 (bzw. in einigen Ländern unter 14) Jahren werden angestellt. An diesen Kodex müssen sich auch Lieferanten halten.2)
  • Darüber hinaus arbeitet Tchibo seit 2008 zusammen mit der GTZ am Aufbau von Trainingscamps, um zu erreichen, dass ihre Zulieferer Kinderarbeit in eigener Regie unterbinden.3)4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Tchibo lässt von der SAI-akkreditierten Auditierungsgesellschaft STR-RS unabhängige Kontrollen seiner Lieferanten durchführen. Alternativerkennt Tchibo in begrenztem Umfang SA8000-Zertifikate oder von der BSCI via Audit als „gut“ bewertete Firmen an.5)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • die Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten in den Produktionstätten in Bangladesch konnte nachgewiesen werden, während der Vorwurf der Kinderarbeit bisher nicht bestätigt werden konnte.6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Im Jahr 2006 erarbeitete Tchibo einen Verhaltenskodex für Sozial- und Umweltstandards. (( Verhaltenscodex auf Unternehmensseite ))
  • Aufgrund konkreter Vorwürfe leitete Tchibo zudem eine interne Überprüfung der Sozialstandards und Schulungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Personals ein.7)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Seit Juli 2010 engagiert sich Tchibo gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation in einem Schulprojekt in Benin. Ziel des Programms ist es, die schulische Infrastruktur und die Unterrichtsqualität in sechs Gemeinden des Landes zu verbessern.8)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Tchibo nimmt an Global Compact teil.9)
  • Tchibo unterstützt zusammen mit der 21st Century Leader Foundation die „Whatever It Takes“-Charity Kampagne, bei der prominente Personen ein kleines Kunstwerk gestalten, welches im Anschluss daran verkauft wird. Der Erlös geht an Hilfsorganisationen, wie Nelson Mandela Children’s Fund, Lifebeat, Trade plus Aid und UNICEF.10)
  • Tchibo unterstützt verschiedene weitere Initiativen im ökologischen
    und sozialen Bereich. Einen Überblick gibt es auf der Tchibo Webseite „Tchibo – Nachhaltigkeit“.11)
  • Tchibo ist zudem der größte Abnehmer von „Cotton made in Africa“ und unterstützt das Projekt seit 2008. Weit über drei Millionen T-Shirts, Tuniken und andere Textilien hat Tchibo bereits aus der Baumwolle Cotton made in Africa gefertigt (in 2009 waren es ca. 2,7 Mio. Teile).8)

19/03/2012 18/00

Quellen

 

 

  1. BMZ – sozial produzieren []
  2. Verhaltenscodex auf Unternehmensseite []
  3. Tagesspiegel, 23.05.08 []
  4. Glocalist, 02.06.08 []
  5. Tchibo Nachhaltigkeitsbericht 2010, Link zum Artikel nicht mehr aufrufbar am 28.02.2014 []
  6. Welt Online []
  7. Netz e.V.-Zeitschrift – Link nicht mehr abrufbar – 09.01.14 []
  8. Glocalist, 11.06.10 [] []
  9. global compact – Teilnehmer []
  10. Tchibo: Gesellschaftliches Engagement-Link nicht mehr abrufbar []
  11. Tchibo: Gesellschaftliches Engagement-Link nicht mehr abrufbar []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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