Swarovski

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Gold - Goldschmuck -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Swarovski hat Produktionsstätten in Argentinien, Österreich, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien und Indonesien, Italien, Mexiko, Jordanien, Liechtenstein, Litauen, Schweiz, Thailand, Türkei, Großbritannien, USA und der Tschechischen Republik.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Swarovski besitzt keinen niedergeschriebenen veröffentlichten Verhaltenskodex.
  • Nach Angaben des Unternehmens unterhält Swarovski ein „Corporate Social Responsibility Program“, in dessen Rahmen auch Kinder u.a. in Indien, China, Sri Lanka und Pakistan unterstützt werden. Dieses Programm ist allerdings nicht auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Auch auf Nachfragen seitens EarthLink (Dezember 2008 und März 2009) hat Swarovski bisher nicht reagiert.2)
  • Swarovski verlangt von Unternehmen, die sich um eine Zusammenarbeit bewerben, dass diese internationale Gesetze und Statuten hinsichtlich Kinderarbeit anerkennen.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Swarovski bemüht sich über ihr Netzwerk von Zulieferern jeder Form von Ausbeutung vorzubeugen. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass eine allumfassende Kontrolle unmöglich sei.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Die englische Wochenzeitung „The Observer“ warf in einem Artikel Swarovski vor, dass in Indien angeblich Swarovski-Kristalle von Kinderhand auf Kleidungsstücke aufgenäht wurden.3)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Swarovski veröffentlichte eine Stellungnahme, in der die Vorwürfe zurückgewiesen wurden. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Verfasser des Artikels bereits vor dessen Veröffentlichung von Swarovski kontaktiert wurde und darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass das Unternehmen jegliche Verbindung von Swarovski-Produkten mit Kinderarbeit ausschließe. Genauer bezog man sich darauf, dass kein Beweismaterial vorliege, dass es sich wirklich um echte Swarovski-Steine handelte. Es wurde betont, dass der Zulieferer des Sweatshops – auch laut des Artikels – kein eingetragener Handelspartner des Unternehmens gewesen ist.2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Swarovski unterstützt soziale Programme die sich u.a. in Indien, Pakistan, Sri Lanka, Brasilien und China für das Wohl von Kindern engagieren.2)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Swarovski wird vorgeworfen, dass das Unternehmen 1960 bis 1980 Minderjährige aus Kinderheimen in Österreich beschäftigt hat. Die Vorwürfe beinhalten auch, dass die Betroffenen nicht für ihre Tätigkeiten bezahlt wurden. Eine entgültige Bewertung kann noch nicht vorgenommen werden, da auf angemessene Reaktionen des Unternehmens gewartet wird.4)

Links und Quellen

  1. Swarovski – Factsheet []
  2. Swarovski – Stellungnahme [] [] [] []
  3.  India: Widespread use of child labour revealed, for „Swarovski“ beadwork on saris []
  4. Heimkinder mussten für Swarovski schuften []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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