Strellson

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Seide - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Portugal, Osteuropa und Asien. Nach Angaben gegenüber der EvB (Erkärung von Bern) werden in den eigenen Fabriken in Portugal und Bulgarien rund 25% der Waren produziert. Der Anteil aus Fernost beträgt rund 10%. 1) 2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • 2008 ist die Strellson AG der BSCI beigetreten und sich damit verpflichtet, den BSCI Code of Conduct anzuwenden und hat diesen als festen Bestandteil in sämtliche Beschaffungsverträge integriert. 3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Seit dem BSCI-Betritt wurden durch unabhängige Audit-Organisationen bereits 41 Auditierungen (bis Ende 2009) bei Lieferanten der Strellson AG vorgenommen und falls notwendig entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation initiiert. 4)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

-

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Sie Strellson AG engagiert sich nach eigenen Angaben speziell in Bezug auf das Thema Kinderarbeit sehr stark. So konnten beispielsweise durch finanzielle Unterstützungen der Strellson AG in den Jahren 2008 und 2009 in China 6 Schulen gebaut werden, in denen aktuell mehrere tausend Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden um eine qualifizierte Ausbildung zu erhalten. 4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

—-

02.03.2010 11/06

Links und Quellen

  1. Seite nicht mehr aufrufbar [zurück zum Text]
  2. Strellson macht auf der Firmen-Website keine Angaben zu Produktherkunft oder Produktionsorten und hat auf unsere E-Mail-Anfrage vom 10.12.08 hierzu auch nicht geantwortet. [zurück zum Text]
  3. EMail der Firma an EarthLink vom 10.12.2009 [zurück zum Text]
  4. EMail der Firma an EarthLink vom 10.12.2009 [zurück zum Text][zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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