Storck

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Storck produziert in Deutschland.1)
  • Seine Rohstoffe bezieht Storck von europäischen Händlern.1)
  • Kakao bezieht das Unternehmen aus „annähernd allen bekannten Anbauregionen“ rund um den Äquator.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Storck betrachtet ausbeuterische Kinderarbeit in den Anbauländern verschiedener Rohstoffe als ein schwerwiegendes und diffiziles Problem. Storck ist bemüht, die Problematik der Kinderarbeit einzudämmen. Dabei spricht sich Storck gegen den generellen Boykott von Kakao aus bestimmten Anbaugebieten aus, da dies auch die Kleinbauern treffen würde, die keine ausbeuterische Kinderarbeit praktizieren. Stattdessen plädiert Storck für eine differenzierte und auf konkrete Vorfälle von Missbrauch abgestimmte Reaktion, die dazu dient, die allgemeinen Lebensbedingungen in den Zulieferländern zu verbessern3) .
  • Das Unternehmen ist mit SA8000 zertifiziert. Dieses Zertifikat bescheinigt die Einhaltung sozialer Mindesstandards, wie zum Beispiel das Verbot von Kinderarbeit.1)
  • Storck ist Mitglied bei „UTZ Certified“ und kauft UTZ-zertifizierten Kakao.1)4)
  • Alle Händler, die Storck mit Kakaobohnen beliefern, sind Mitglied bei der European Cocoa Association3)
  • Darüberhinaus besteht ein eigener Verhaltenskodex, welcher die wesentlichen Forderungen des SA8000-Stantards mit einbezieht.1)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Zulieferer von Storck sind dazu verpflichtet, gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorzugehen, sobald ein solcher Fall bekannt ist3) .
  • Die Anforderungen der Sozialstandards im Rahmen der SA8000-Zertifizierung werden nach Angaben des Unternehmens in der Produktionskette nach unten weiter gegeben. Dies setze auch regelmäßige Kontrollen voraus.5)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht (wahrscheinlich) Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Das Unternehmen ist Mitglied beim „Forum Nachhaltiger Kakao„. Die Initiative will die Lebenssituation von Kakaobauern, die deutsche Unternehmen beliefern, verbessern. Über konkrete Fortschritte ist uns nichts bekannt.6)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens vom 05.06.2014 [] [] [] [] []
  2. E-Mail des Unternehmens vom 11.06.2014 []
  3. Brief des Unternehmens vom 15.09.08 [] [] []
  4. UTZ Certified – Cocoa supply chain actors – aufgerufen am 12.06.2014 []
  5. EMail des Unternehmens vom 05.06.2014 []
  6. Forum Nachhaltiger Kakao e.V. – aufgerufen am 11.06.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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