Siemens

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Kobalt - Kupfer -
Branchenzuordnung: Elektronik -

Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage noch nicht geantwortet. 1)

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die Firma Siemens ist aktives Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen und setzt sich weltweit für Vereinigungsfreiheit und Mitbestimmung sowie für die Abschaffung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit ein
  • Siemens fühlt sich den Ländern, in denen es unternehmerisch tätig ist, der dort gültigen Arbeits- und Sozialgesetzgebung verpflichtet. Darüber hinaus orientiert sich die Firma an den maßgeblichen internationalen Abkommen und Empfehlungen (Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO, Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten etc.). Diese Grundsätze spiegeln sich auch in den weltweit verbindlichen Business Conduct Guidelines des Unternehmens wider.
  • Diese Abkommen und Empfehlungen sind zwar primär an Staaten gerichtet, dennoch legt Siemens großes Gewicht auf ihre Beachtung und erwartet das auch von den Lieferanten und Geschäftspartnern des Unternehmens. 2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Bei Siemens geschieht dies meist in Form von internen Kontrollen. In erster Linie ist es Aufgabe der Führungskräfte sicherzustellen, dass die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen laufend kontrolliert wird. Das Unternehmen erwartet von seinen Lieferanten, dass sie die Grundsätze von Siemens teilen und alle gesetzlichen Bestimmungen einhalten. 3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

* In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

* Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Siemens AG hat zu Beginn des Jahres 2009 eine neue Stiftung für soziales Engagement gegründet, in der sie die sozialen Aktivitäten des Unternehmens bündelt. Die Stiftung wurde mit einem Startkapital von 400 Mio. Euro ausgestattet und übernimmt die auf Konzernebene betreuten Corporate Citizenship-Aktivitäten des Unternehmens (gesellschaftliches Engagement) und entwickelt entsprechende Programme und Projekte. Die neue Siemens Stiftung steht unabhängig neben den drei privaten Stiftungen der Familie von Siemens und den bereits bestehenden Stiftungen des Unternehmens, die in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Italien, Kolumbien und den USA gemeinnützige Projekte fördern.
  • Die Aufgabe der Siemens Stiftung besteht darin, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit der Stiftung soziales Engagement, Bildung, Technik, Forschung und Innovation sowie Kunst und Kultur. Im Interesse nachhaltiger Wirksamkeit sind die Aktivitäten auf langfristig angelegte Programme fokussiert. 4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Die Lieferanten von Siemens mussten sich dazu verpflichtet, nach folgenden Prinzipien zu handeln: die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, der Verzicht auf Korruption, die Beachtung der Menschenrechte ihrer Mitarbeiter, die Einhaltung der Gesetze gegen Kinderarbeit, die Übernahme der Verantwortung für Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter, die Einhaltung der relevanten nationalen Gesetze und internationalen Standards zum Umweltschutz und die Aufforderung, dass diese Wertgrundsätze auch in den eigenen Lieferketten eingehalten werden. 4)
  • Durch diese verstärkten Maßnahmen will die Firma Siemens eine strikte Beachtung der Menschenrechte erreichen. Sowohl bei ihren Aktivitäten in der Lieferkette, als auch in ihrem eigenen Geschäft sollen derartige Maßnahmen weiter gefördert werden. 3)

—-

30.10.2009 13/45

Links und Quellen

  1. Unsere Anfrage per EMail an contact@siemens.com am 22.10.08 [zurück zum Text]
  2. www.w1.siemens.com [zurück zum Text]
  3. www.w9.siemens.com [zurück zum Text][zurück zum Text]
  4. www.w1.siemens.com [zurück zum Text][zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

Eine Antwort auf Siemens

  1. Jessica sagt:

    Super !!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>