Ritter Sport

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Ritter Sport hat keinen eigenen Verhaltenskodex. Laut eigenen Angaben ist die eigene Marktmacht zu gering um auf die Bedingungen auf den Kakao-Plantagen Einfluss zu nehmen.
  • In diversen Interviews1) erklärt der Geschäftsführer Fair Trade zur Beschaffungsrichtlinie von Ritter Sport. Jedoch ist kein Produkt von Ritter Sport tatsächlich zertifiziert.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Es gibt keine unabhängigen Kontrollen. Ritter Sport gibt an, dass Rohstofflieferanten durch die eigene Qualitätssicherung überprüft und hierbei auch Kriterien wie „Gesellschaftsform“2) zur Bewertung herangezogen werden.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im ÖKO-TEST-Ratgeber „Essen und Trinken 2013“ werden verschiedene Schokoladen darauf getestet, wie fair sie produziert werden. ÖKO-TEST bewertet eine Schokolade von Ritter Sport mit „unfair“. Laut ÖKO-TEST bemüht sich das Unternehmen nicht missbrächliche Kinderarbeit zu verhindern.3)
  • Insbesondere aus der Elfenbeinküste – woher auch die Firma Ritter Kakao bezieht – sind aber ernsthafte Vorwürfe über Menschenhandel und damit verbundener ausbeuterischer Kinderarbeit bekannt und in einer Studie im Auftrag der internationalen Schokoladenindustrie belegt worden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Kaufen und investieren seit 1990 in biologisch angebauten Kakao aus Nicaragua, der jedoch nur einen sehr geringen Anteil ausmacht. Zudem schulen sie die Bauern vor Ort.
  • Weitere Projekte im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung sowie Kunstförderung werden durch Ritter Sport benannt.

Quellen

  • http://www.ritter-sport.de
  1. Interview: Geschäftsführer Ritter Sport []
  2. Ritter Sport – Qualitätssicherung []
  3. ÖKO-TEST-Zeitschrift „Ratgeber Essen und Trinken 2013“ – Genuss und Verdruss, S. 104/105 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

4 Kommentare zu Ritter Sport

  1. Robert James sagt:

    Sehr geehrte Damen, Herren,
    mich würde es sehr interessieren, ob Ritter Sport Schokolade/Bohnen aus den Kinderarbeit-Regionen bezieht.

    Besten Dank in Voraus für Ihre Auskunft.

    MfG
    Robert James

    • Alisa / EarthLink sagt:

      Hallo Robert,
      uns liegen nur die Informationen vor, die du auf dieser Seite nachlesen kannst. In direktem Bezug auf die Firma Ritter und ihre Produkte sind uns keine Vorwürfe wegen Kinderarbeit bekannt. Die Firme bezieht jedoch Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste. Von dort sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt, die in einer Studie im Auftrag der internationalen Schokoladenindustrie belegt wurden.
      Viele Grüße,
      Alisa

  2. Hannelore Gahmig sagt:

    Hallo, Sie verarbeiten also doch Kakao aus Kinderarbeit an der Elfenbeinküste.
    Habe gerade verschiedene Videofilme über Kinderarbeit von dort angesehen.

    Mir ist schlecht geworden. Sollten Sie sich auch mal ansehen. Kaufe Ihre Schokolade nicht mehr.

    • nikoleta / EarthLink sagt:

      Sehr geehrte Frau Gahmig,
      möglicherweise liegt hier ein Missverständnis vor, weil Sie uns direkt auf unserer Kommentarseite angeschrieben und angesprochen haben. Wir sind nicht Rittersport. Wir bieten dem Verbraucher lediglich Informationen zu einzelnen Unternehmen, inwieweit Vorwürfe zu Kinderarbeit in der Produktions- und Wertschöpfungskette bestehen. Ihren Kommentar leiten wir auch nicht an das Unternehmen Rittersport weiter. Es freut uns natürlich, wenn Sie Ihr Konsumverhalten kritisch hinterfragen und ändern.

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