Pöschl Tabak

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Tabak -
Branchenzuordnung: Tabak -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Pöschl Tabak bezieht seinen Tabak nach eigener Aussage weltweit. Genauere Informationen bezüglich der Herkunft liefert die Firma nicht.
  • Die Produktion der vertriebenen Tabake findet in der EU statt, hauptsächlich in Geisenhausen (Niederbayern).

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Der Tabakeinkauf erfolgt „ausschließlich unter sozialen und ethischen Grundsätzen“: Dazu gehört eine gerechte Bezahlung der landwirtschaftlichen Arbeiter. Die dortigen Arbeitsbedingungen entsprechen internationalen Standards.
  • Die Haltung von Pöschl Tabak zum Thema Kinderarbeit ist im Lieferantenkodex / Code of Conduct festgehalten. Dieser muss von jedem Lieferanten vor Geschäftsanbahnung unterzeichnet werden. Er ist jedoch nicht öffentlich abrufbar, der folgende Auszug wurde uns via Email übermittelt: „Pöschl Tabak wird keine Waren von einem Lieferanten kaufen, der Kinderarbeit bei der Herstellung oder Verarbeitung irgendeines Erzeugnisses benutzt. Der Einsatz von Kinderarbeit ist vorbehaltlos verboten. Die Lieferanten müssen nationale Gesetze über das Mindestalter für eine Beschäftigung und über die Schulpflicht beachten. Pöschl Tabak unterstützt Lieferanten mit Ausbildungsprogrammen am Arbeitsplatz.“

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Alle Lieferanten müssen mindestens eine Zertifzierung nach DIN ISO 9001 oder eine Zertifizierung nach vergleichbaren Managementsystemen aufweisen. Sie werden durch Pöschl Tabak oder externe Stellen mindestens ein Mal pro Jahr auditiert. Die ISO 9001 Zertifikation bezieht sich nur auf ausgewählte Produkte und Zulieferer.  Des Weiteren bescheinigt ISO 9001 nur, dass die Organisation über Zielplanung sowie über organisierte und dokumentierte Arbeitsabläufe und Prozesse verfügt. Die Zertifizierung sagt jedoch nichts über die eigentliche Produktqualität aus.1)
  • In regelmäßigen Abständen findet ein externes Lieferantenaudit nach dem International Food Standard statt. Dieser steht für Lebensmittelsicherheit, Transparenz in der Lieferkette und Unternehmensverantwortung.2)
  • Nach Angaben des Unternehmens finden mindestens einmal pro Jahr interne Kontrollen durch Pöschl Tabak oder durch externe Stellen statt.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Pöschl Tabak verpflichtet seine Lieferanten zu Social-Responsibility-Programmen: Diese beinhalten Investitionen in Kindergärten am Firmengelände, ärztliche Voruntersuchungen, medizinische Betreuung der Arbeitnehmer/innen sowie deren Familie in den Lieferantenbetrieben und kostenlose Freizeitprogramme.

Bemerkenswertes


12.12.2013

Links und Quellen

  1. CSR []
  2. IFS Audit-Portal []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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