Philip Morris International

Zu Philip Morris International gehören die Marken / Firmen:
Chesterfield - L&M - Marlboro

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Tabak -
Branchenzuordnung: Tabak -
ACHTUNG: Zu Philip Morris International liegen uns neue Inforamtionen vor, die wir in Kürze in diese Firmenseite einarbeiten werden. In den obigen Farbpunkten sind diese Informationen bereits berücksichtigt!

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • PMI spricht sich in seinem Code of Conduct gegen ausbeuterische Kinder- und Zwangsarbeit aus. Es gilt für sämtliche Mitarbeiter entweder ein Mindestalter von 15 Jahren, das Mindestalter für Arbeitskräfte vor Ort oder das Alter bei Ende der Schulpflicht – je nachdem, welches Alter höher ist.
  • Des Weiteren ist PIM Gründungsmitglied der Stiftung zur Abschaffung der Kinderarbeit im Tabakanbau (ECLT), die Tabakunternehmen, Tabakbauern und Gewerkschaften vereint. ECLT verpflichtet sich dem Recht von Kindern auf Schulbildung, ein umfassendes Familienleben und sicheres und gesundes Aufwachsen. Ebenso werden die Bestimmungen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der UN-Kinderrechtskonvention umgesetzt.
  • Das Engagement im Rahmen dieser Stiftung sieht wie folgt aus: 1)
  • PMI finanziert unabhängige Studien, die das Ausmaß von Kinderarbeit in der Tabakbranche untersuchen
  • PMI unterstützt und finanziert kommunale und gemeindenahe Projekte
  • PMI doumentiert, welche Projektansätze zu Eregebnissen führen. Erfahrungen werden weitergegeben

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • In den PMI-eigenen Produktionsstätten ist die Personalabteilung für die Kontrolle der Bestimmungen zuständig. Ansonsten wird eng mit direkten Zulieferern, Lizenznehmern, Joint-Venture-Unternehmen, Gewerkschaften, Tabakbauern und anderen Tabakunternehmen zusammengearbeitet um die Vorgaben umzusetzen. Auch durch das Engagement in der ECLT-Stiftung soll das gewährleistet werden. Externe Kontrollen gibt es nicht 1) .

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Es gab im Jahr 2008 Vorwürfe der “Tobacco Tenants and Allied Workers Union of Malawi” (TOTAWUM), das die Besitzverhältnisse der Tabakbauern in Malawi Kinderarbeit bedingen würden 1) . Dafür sei die Lohn- und Preispolitik von PMI indirekt verantwortlich (mehr dazu in der Rubrik “Bemerkenswertes”) 2) .
  • In Malawi arbeiten zeitweilig bis zu 80 000 Kinder auf den Tabakplantagen. Wegen des Pestizideinsatzes kommmt es zu Vergiftungserscheinungen. PMI ist der Hauptabnehmer von Tabak aus Malawi. 3)
  • Im Jahr 2010 dokumentierte Human Rights Watch 86 Fälle von Kinderarbeit auf kasachischen Tabakplantagen. Viele Tabakplantagen in Kasachstan sind vertraglich an Philip Morris International gebunden. 4)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • PMI wies auf das Engagement der oben genannten Initiativen hin und arbeitet seitdem mit TOTAWUM zusammen. Zudem arbeitet PMI in diesem Zusammenhang mit der Malawischen Regierung und einer lokalen NGO (Total Land Care Malawi) zusammen. 1)
  • Da es unstrittig ist, dass in Malawi flächendeckend Kinder auf den Tabakplantagen arbeiten und Philip Morris von diesen Plantagen Tabak bezieht und noch dazu als Hauptabnehmer, bewerten wir diesen Punkt mit “rot”. Die Maßnahmen der PMI reichen nicht aus um eine bessere Bewertung zu erzielen. Die geschädigten Kinder und deren Familien müssen direkt entschädigt werden und es muss externe Kontrollen über die Produktionsbedingungen geben, damit eine besserere “gelbe” oder “grüne” Bewertung erfolgen kann.
  • Als Reaktion auf die von Human Rights Watch erhobenen Vorwürfe kündigte das Unternehmen an, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um Missbrauch zu verhindern und zu beseitigen. 5)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • PMI finanziert im Rahmen des Programms “100 Schulen für Malawi” den Bau von 20 Schulen pro Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren bis 2012. Jede dieser Schulen wird ca. 200 Kinder unterbringen können und ca. 30 000 US-Dollar kosten. Im Rahmen des oben genannten Vorwurfs von TOTAWUM wurde geäußert, dass von dem Geld bisher nichts angekommen sei. Die Anschuldigung wurde jedoch später zurückgenommen. 1)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • PMI wird vorgeworfen Tabak weiter zu verarbeiten, der auf Kosten der Umwelt und der Arbeitskräfte in den Ländern des Südens produziert wird. Die Preis- und Lohnpolitik treibt die Bauern in die Schulden. In Malawi beispielsweise fiel der Abnahmepreis für ein Kilo Tabak auf 0,6-0,8 US-Dollar, was dazu führte, dass die Bauern nicht einmal ihre Investitionskosten von 1,20 US-Dollar wieder einnahmen. PMI kauft diesen Tabak zwar von Zwischenhändlern, legt also nicht selbst den Preis fest, ist aber der Hauptabnehmer von malawischem Tabak und hätte durchaus Einfluss auf eine gerechtere Preisgestaltung 6) .

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14.01.2009 10/30

Links und Quellen

  • Email von Philip Morris International vom 19.12.2008
  • ((firmen/firmenliste/philip_morris_unfairtobacco.pdf”>Statement von unfairtobacco.com))
  • ((firmen/firmenliste/vorwurf_philip_morris_schattenblick.pdf”>Afrika Süd – Zeitschrift zum südlichen Afrika))
  • ((firmen/firmenliste/philip_morris_international_kinderarbeit.pdf”>Statement von Philip Morris zum Thema))
  • ((firmen/firmenliste/rauchzeichen_philip_morris_altria.pdf”>unfairtobacco.org/Philip Morris))
  1. Email von Philip Morris International vom 19.12.2008 [zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text]
  2. {{firmen/firmenliste/philip_morris_unfairtobacco.pdf">Statement von unfairtobacco.org}} [zurück zum Text]
  3. {{firmen/firmenliste/vorwurf_philip_morris_schattenblick.pdf">Afrika Süd - Zeitschrift zum südlichen Afrika}} [zurück zum Text]
  4. {{http://www.hrw.org/de/news/2010/07/14/kasachstan-wanderarbeiter-auf-tabakplantagen-betrogen-und-ausgebeutet">Pressemitteilung Human Rights Watch}} [zurück zum Text]
  5. {{http://www.pmi.com/eng/media_center/Pages/human_rights_watch_report.aspx">Stellungnahme Philip Morris International}} [zurück zum Text]
  6. {{firmen/firmenliste/rauchzeichen_philip_morris_altria.pdf">unfairtobacco.org/Philip Morris}} [zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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