Ortlieb

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Textilien -
Branchenzuordnung: Sportartikel und -bekleidung -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das Unternehmen Ortlieb produziert in Deutschland. Am Firmenstandort in Heilbronn ist alles vereint: Entwicklung, Design, Produktion, Vertrieb, Marketing und Versand. Den Großteil ihrer Materialien beziehen sie aus Deutschland beziehungsweise Europa und circa 20 Prozent stammen aus Asien.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Ortlieb orientiert sich an den Grundsätzen des „Global Compact“ der Vereinten Nationen und respektiert die Grundsätze der International Labour Organization über grundlegende Rechte und Prinzipien bei der Arbeit. Sie achten die Menschenrechte und bekennen sich ausdrücklich zur Abschaffung jeder Form von Zwangs- und Kinderarbeit. Das Unternehmen hat dieses Jahr ein Leitbild entwickelt, das bisher jedoch noch nicht veröffentlicht wurde. Außerdem arbeiten sie an einem Code of Conduct für Lieferanten und Mitarbeiter, welcher voraussichtlich Anfang 2015 veröffentlicht wird.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Das Unternehmen besucht seine Lieferanten regelmäßig, um zu überprüfen, ob sie im Sinne der Unternehmenspolitik handeln und ob ihre ethischen Grundsätze eingehalten werden. Die Produktion in Deutschland wird von den staatlichen Behörden Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaft kontrolliert.2)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Sollten Vorwürfe oder Fälle von Kinderarbeit bei Ortlieb auftreten, werden Verträge mit den betreffenden Lieferanten gekündigt.2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Ortlieb möchte ein Signal damit setzen, dass sie ausschließlich in Deutschland produzieren, wo Kinderarbeit verboten ist. (( E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 24.09.2014 )) Zusätzlich ist die Firma seit 2008 Mitglied in der „European Outdoor Conversation Association“, die sich für Naturschutzprojekte in der ganzen Welt einsetzt, und sie sind ebenfalls Mitglied bei B.A.U.M e.V.. Diese Abkürzung steht für „Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V.“, welche inzwischen die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa ist.3)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 24.09.2014 []
  2. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 24.09.2014 [] [] []
  3. Ortlieb: Outdoor-Equipment Nachhaltigkeit – 26.09.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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