Microsoft

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Kobalt - Kupfer -
Branchenzuordnung: Elektronik -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Microsoft hat in seinem Vendor Code of Conduct definiert, dass seine Zulieferer alle lokalen Menschenrechtsgesetze der Länder, in denen Microsoft und seine Zulieferer arbeiten, einhalten. Kinderarbeit ist, genau wie auch unsichere Arbeitsbedingungen und Zwangsarbeit untersagt.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Einhaltung der Richtlinien des vendor code of conduct soll durch direktes Engagement und Training der Zulieferer erreicht werden.
  • Microsoft gibt darüber hinaus an, gemäß den EICC-Vorgaben Kontrollen bei den Zulieferern durchzuführen/durchführen zu lassen.1)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Basierend auf seinen Daten von 2003 bis in die Gegenwart geht das Unternehmen von einem geringen Risiko der Kinderarbeit bei seinen vertraglichen Produzenten aus. Ein Restrisiko bestünde jedoch weiterhin.1)
  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht eventuell Coltan aus dem Kongo, da sich wichtige Lagerstätten hier befinden. Von hier sind schwerste Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit beim Coltan-Abbau bekannt.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Das Unternehmen gibt an, dass die Reaktionen u.a. zusätzliche Prüfungen, vermehrtes Training oder eine Beendigung des Vertragsverhältnisses nach sich ziehen könnten.1)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Auch gegen Zulieferer von Microsoft sind in der Vergangenheit Vorwürfe3) wegen menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen bei der Produktion von IT-Equipment für Microsoft erhoben worden. Die strikte Einhaltung des EICC durch Microsoft steht damit zumindest in Frage

—-

18.11.2009 15/51

Links und Quellen

  1. Email von Microsoft vom 23.02.2010 [] [] [] []
  2. Microsoft: Vendor Code of Conduct []
  3. www.derstandart.at []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

2 Kommentare zu Microsoft

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