Mexx

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an p.zivkovic@nicoleweber.de am 15.1.09 noch nicht geantwortet.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Mexx war bis Anfang 2010 aktives Mitglied der Fair Wear Foundation, wurde dann aber durch die Liz Clairborne Corporation übernommen und dadurch deren Unternehmenspolitik unterworfen, die sich gegen Kinderarbeit ausspricht.1) Die Liz Clairbone Corporation ist Mitglied der Fair Labour Association2)
  • Mexx ist Mitglied der „Fair Labour Association3) „, einem internationalen Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen und Universitäten mit Handelsunternehmen aus der Textil- Branche. FLA hat es sich zum Ziel gesetzt, Arbeitsrechte zu wahren (allerdings nur die Sicherung des gesetzlichen Mindestlohns)  sowie die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Textil- Produkten durch Anpassung an internationale Arbeits-Richtlinien zu verbessern, die auch ein Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit beinhalten.
  • Das Unternehmen Mexx hat einen eigenen Verhaltenskodex verabschiedet, der nicht alle ILO-Kernarbeitsnormen berücksichtigt. So gibt es keinen expliziten Hinweis auf die ILO-Kernkonvention 182 gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Kontrollen erfolgen durch von der FLA akkreditierte, unabhängige und externe Inspektoren. Die Ergebnisse der Inspektionen werden der Öffentlichkeit in Jahresberichten zugänglich gemacht. Die Kontrollen erfolgen jedoch nicht flächendeckend.5)

 

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

—-

12.04.2012 10/34

Links und Quellen

  1. Liz Clairborne Corporation – Standards of Engagement – nicht mehr aufrufbar 20.2.15 []
  2. Erklärung von Bern []
  3. FLA []
  4. Erklärung von Bern []
  5. FLA []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.