Mango

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Mango und deren Zulieferer beschäftigen laut Code of Conduct keine Kinder (d.h. für Mango, niemand, der unter dem gesetzlichen Mindestalter für Arbeit ist).2)
  • Mango hat in seinem Code of Conduct die Richtlinien der ILO zu Menschenrechten einbezogen, was auch den Ausschluss von Kinderarbeit beinhaltet.3)
  • Außerdem arbeitet Mango seit 2004 mit INTERMON OXFAM zusammen und hat die United Nations’ Global Compact Vereinbarung unterzeichnet, der Unternehmen dazu aufruft, zehn allgemeingültige Prinzipien zum Thema Menschenrechte einzuhalten. Unter den 10 Prinzipien ist auch die Abschaffung der Kinderarbeit.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Im Juni 2002 begannen interne Audits für der Prüfung der Zulieferer. Externe Audits begannen im Dezember 2003, Maßstab waren die Vorgaben aus dem Code of Conduct.3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im April 2013 stürzte das Rana Plaza Gebäude ein. In Folge des Einsturzes gab es Vorwürfe von Kinderarbeit in vier der fünf Fabriken, die in Rana Plaza produzierten. Es handelte sich um New Wave Bottom, New Wave Style, Ethertex und Phantom Apparel. Es wird den Fabrikmanagern vorgeworfen, Kinder gezwungen zu haben, sehr lang zu arbeiten und sie vor externen Kontrolleuren verborgen zu haben.4) Mango wurde mit Phantom Apparel in Verbindung gebracht.5)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Mango erklärte, lediglich Muster bei Phantom Apparel in Auftrag gegeben zu haben.5) Die Geschäftsführung von Phantom hingegen gab an, bereits im Oktober 2012 von Mango kontrolliert worden zu sein und einige Aufträge von Mango für mehr als 35 000 Kleidungsstücke erhalten zu haben. Bei der Kontrolle im Oktober habe es einige Unstimmigkeiten gegeben und Mango wollte im Frühjahr 2013 zu einem erneuten Audit kommen, sagte aber ab. Mango blieb bei seiner Aussage.6)
  • Die Angelegenheit ist sehr intransparent und es ist fragwürdig, ob Kontrollen durch Mango Kinderarbeit aufgedeckt hätten. Abdur Rouf (35 Jahre), der bei Phantom Apparels arbeitete, erklärte, es habe einige Kinderarbeiter gegeben. Wenn ein Käufer kam, seien die Kinderarbeiter gebeten worden an diesem Tag nicht zu kommen oder mussten sich in den Toiletten verstecken.4)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Hierzu liegen uns keine aussagekräftigen Informationen vor.

 

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Mango unterstützt verschiedene Projekte wohltätiger Organisationen.
  • Mit Ärzte ohne Grenzen arbeiten sie mit dem Ziel zusammen, in Angola ein Zentrum für die Behandlung Cholerakranker aufzubauen und eine Wasserversorgung für 10.000 Menschen zu bieten.7)
  • Mango arbeitet auch mit der FUNDACIÓN SiD MOSKITIA zusammen. Ihr Ziel ist es, für eine Eingeborenengemeinde in Honduras eine Wasser- und Stromversorgung aufzubauen.7)
  • Im Nachhaltigkeitsreport von Mango finden sich viele weitere Projekte mit wohltätigen Organisationen.

—–

11.02.2008 21/13

Quellen und Links

  1. http://www.mango.com/pv/index.html []
  2. {{http://www.company.mango.com/d/empresa/rsc/memoria2006.pdf"> Mango´s Sustainability report 2006}} S.39 []
  3. {{http://www.company.mango.com/d/empresa/rsc/memoria2006.pdf"> Mango´s Sustainability report 2006}} S.34 [] [] []
  4. Human Rights Watch, 23.04.14: Bangladesh: Rana Plaza victims urgently need assistance – aufgerufen am 28.04.14 [] []
  5. Reuters, 25.04.13: Bangladesh building tragedy down to West’s cost squeeze: NGO’s – aufgerufen am 28.04.14 [] []
  6. Dhaka Tribune, 01.05.13: Doomed factories were rushing to fill orders – aufgerufen am 28.04.14 []
  7. {{http://www.company.mango.com/d/empresa/rsc/memoria2006.pdf"> Mango´s Sustainability report 2006}} S.94 [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.