Ludwig Schokolade

Ludwig Schokolade gehört zur Firma Krüger
Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Die Produkte von Ludwig Schokolade werden in vier firmeneigenen Fabriken in Deutschland und Polen hergestellt. Die Rohstoffe werden von verschiedenen Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern bezogen.1)2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Ludwig Schokolade hat seit 2003 einen Verhaltenskodex, in dem sie sich verpflichten keine Kinder unter 15 Jahren zu beschäftigen. Bei der Beschäftigung von Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren werden die Bedingungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes erfüllt.3)
  • Das Unternehmen ist Mitglied in der Initiative „The Good Inside Cocoa“ in Verbindung mit der Organisation UTZ-Certified. Auf dieser Basis werden in Westafrika Kakaokooperativen direkt durch finanzielles Engagement und Schulungsmaßnahmen unterstützt. Mit diesem Engagement ist die Ludwig Schokolade bestrebt, zum Abbau der Defizite im sozial-ethischen Bereich beizutragen und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen der Natur zu fördern. Die Initiative hat einen eigenen Code of Conduct, der ebenfalls Kinderarbeit verbietet.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Firma lässt ihre Werke von verschiedenen externen Kontrolleuren überprüfen. Zu den Kontrollen zählen auch Ethik-Audits, die unter anderem die missbräuchliche Kinderarbeit zum Gegenstand haben. Laut Aussage des Unternehmens bestehen sie Audits regelmäßig auf hohem bis höchstem Niveau.3)
  • Im Hinblick auf den Rohstoff Kakao hat Ludwig Schokolade in der Elfenbeinküste ein eigenes Team von Inspektoren, die bei den Kakaobauern die Einhaltung ökologischer und humanitärer Standards kontrollieren. Das beinhaltet auch die Prüfung auf ausbeuterische Kinderarbeit.3)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht (wahrscheinlich) Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Seit langem unterstützen der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) und die Stiftung der Deutschen Kakao- und Schokoladenwirtschaft eine Vielzahl von Förder- und Forschungsprogrammen mit dem Ziel, die wirtschaftliche und soziale Situation in den Kakaoanbauländern zu stabilisieren. Als Mitglied des BDSI beteiligt sich die Ludwig Schokolade am Kampf gegen Missstände im Kakaoanbau.3)
  • Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat die Ludwig Schokolade ein Programm zur „Vermeidung von missbräuchlicher Kinderarbeit“ realisiert.3)
  • Weitere Tätigkeiten werden auf nationaler Ebene durch den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, den europäischen Verband CAOBISCO, die Weltverbände ICA (International Confectionary Association) sowie der World Cocoa Foundation (WCF) durchgeführt und begleitet. Diese Organisationen haben unter anderem zum Ziel, missbräuchliche Kinder- und Zwangsarbeit im Kakaoanbau und in der Kakaoernte zu vermeiden.3)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • In der Elfenbeinküste hat die Ludwig Schokolade eine Kooperative mit Bedeutung für etwa 20.000 Einwohner gezielt finanziell und durch Schulungen gefördert. So wurde unter anderem in LKWs für den Kakaotransport und Motorräder für die Inspektion der Anbauflächen investiert sowie eine eigene Trocknungsstation und ein Lagerhaus errichtet. In Verbindung mit umfangreichen Schulungsmaßnahmen wurde die Erteilung des Utz-Certified-Siegels erreicht, so dass heute mehrere Tausend Tonnen zertifizierten Rohkakaos von dieser Kooperative bezogen werden.3)
  • Das Unternehmen ist Mitglied beim „Forum Nachhaltiger Kakao„. Die Initiative will die Lebenssituation von Kakaobauern, die deutsche Unternehmen beliefern, verbessern. Über konkrete Fortschritte ist uns nichts bekannt.5)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 19.09.2014 []
  2. Forum Nachhaltiger Kakao e.V.: Mitglieder – 14.10.2014 []
  3. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 19.09.2014 [] [] [] [] [] [] []
  4. UTZCertified: Core Code of Conduct – nicht mehr aufrufbar 19.2.15 []
  5. Forum Nachhaltiger Kakao e.V. – aufgerufen am 15.10.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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