LG electronics

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Kobalt - Kupfer -
Branchenzuordnung: Elektronik -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • in seiner „Global Labour Policy“ verpflichtet sich LG internationale Standards, z.B. der ILO, einzuhalten und kine Kinder unter 15 Jahren zu beschäftigen1)
  • LG ist Mitglied beim Global Compact der UN , sowie bei der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC)2)
  • der Code of Conduct für Zulieferfirmen verlangt den Verzicht auf Kinderarbeit2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Man spricht von Gewerkschaften und anderen Mechanismen die als Kontrollorgan fungieren.
  • Kein Verweis auf Kontrollmaßnahmen der übrigen Initiativen wie Green Grid und GeSI.
  • Kein Verweis auf mögliche Sanktionen im Falle von Verstößen.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht womöglich Rohstoffe (wertvolle Metalle, Kobalt, Coltan) aus Sambia oder dem Kongo. Dort arbeiten rund 50.000 Kinder in den Minen. Jeder dritte Bergarbeiter aus Katanga ist noch ein Kind oder Jugendlicher, manche von ihnen sind gerade mal sieben Jahre alt.
  • Das Unternehmen lässt Elektronikbauteile (wahrscheinlich) in China fertigen. Aus Chinas Elektronikindustrie gibt es seit einigen Jahren Berichte über Kinderarbeit. Da die Wanderarbeiter mit der zunehmenden Arbeit nicht mehr alleine fertig werden, greift man an der Ostküste Chinas auf Kinderarbeit zurück.
  • Das Unternehmen bezieht eventuell Coltan aus dem Kongo, da sich wichtige Lagerstätten hier befinden. Von hier sind schwerste Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit beim Coltan-Abbau bekannt.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • LG nennt auf ihrer firmeneigenen Homepage mehrere Bildungsprogramme in Afrika3)

—-

Quellen

  1. „Labour Rights protection“ []
  2. LG- United Nations Global Compact [] []
  3. LG Social Contribution []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

6 Kommentare zu LG electronics

  1. Valentin Thoss sagt:

    Wieso ist bei Vorwürfe wegen Kinderarbeit ein grünes Quadrat, im Artikel hingegen berichten sie über Kinderarbeit?

    Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

    Bei einer versteckten Untersuchung im Zeitraum zwischen Juni und Juli 2012 deckte die NGO China Labor Watch (CLW) rechtswidrige Arbeitsumstände bei dem Elektrozulieferer HEG auf. Es wurden u.a. sieben Kinder entdeckt, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten mussten. CLW geht allerdings nach Mitarbeiterbefragungen von ca. 100 Kinderarbeitern in der Fabrik aus.2
    Der Konzern macht bislang keine Angaben zu Produktionsstätten in anderen Ländern und zum Rohstoffbezug.
    Insbesondere in Zusammenhang mit Coltanabbau sind Fälle von Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen bekannt.

    • Bernhard / earthlink sagt:

      Hallo Valentin, danke für den Hinweis auf die Unstimmigkeit! Der grüne Punkt ist richtig. Das was bei „Vorwürfe“ beschrieben war, ist zwar auch nicht falsch, jedoch hat LG zwischenzeitlich versichert, dass sie keine Geschäftsbeziehung zu HEG haben und hatten, sondern dass HEG dies unzulässiger Weise behauptet hatte. LG hat HEG aufgefordert, dies nicht mehr zu tun und HEG folgt dieser Aufforderung. LG ist daher entlastet.
      Den Inhalt habe ich deshalb gerade entsprechend angepasst.

  2. coolray sagt:

    seltsam das man ausländische Firmen nach solchen Dingen durchleuchtet..aber es nicht für nötig hält das bei den eigenen in Deutschland zu machen..hier werden auch Gerwerkschafter, Betriebsräte entlassen und unter Druck gesetzt wenn sie sich über Missstände beschweren…aber das schein hier niemanden zu interesieren..weil es ja so toll ist so was in Südkorea anzuprangern…..das hier im Land Menschen für Hungerlöhne arbeiten ist ja nicht so schlimm..gell..über so was regt man sich nicht auf…und das ghier immer mehr Menschen zu den Tafeln müssen um Lebensmittel zubekommenund das sieAngebote wahrnehmen bei denen es kostenloses Mittagessen gibt..alles halb soschlimm..hauptsacheman kann über das leid in anderen Ländern klagen

  3. robz sagt:

    Dazu habe ich eine aktuelle Meldung:

    Am 12. März entließ der Touchscreen-Hersteller Young Fast Optoelectronics (YFO), der unter anderem Samsung, LG, HTC und Google beliefert, fünf Gewerkschaftsführer und zehn Mitglieder der dort im Dezember 2009 gegründeten Gewerkschaft. Diese hatte zuvor schwere Verstöße gegen Rechtsvorschriften sowie unwürdige Arbeitsbedingungen angeprangert. Die Geschäftsleitung rechtfertigte diese Entlassungen mit dem Vorwand, ihre Fertigungskette sei nach China verlagert worden, doch die taiwanesischen Gewerkschafter sind überzeugt, dass es sich dabei um eine absichtliche Demontage der Gewerkschaft und um einen bewusst begangenen schweren Verstoß gegen das Arbeitsrecht handelt. Das YFO-Werk befindet sich in Tao-Yuan.

    Quelle:
    http://survey.ituc-csi.org/gewerkschaftsfeindliche,9572.html?lang=de

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Vielen Dank für die Information. Es finden sich immer wieder Meldungen, in denen berichtet wird, dass Gewerkschafter Opfer von Arbeitsrechtsverletzungen werden. Mit unserer Website konzentrieren wir uns jedoch ausschließlich auf Nachrichten über Arbeitsrechtsverletzungen von Unternehmen, die Kinder beschäftigen. Uns geht es dabei vorrangig um die Unterschreitung des Mindestbeschäftigungsalters (nach den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation) und jede Form von ausbeuterischer Kinderarbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.