Levi Strauss

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Es wird in ca. 50 Ländern weltweit produziert.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • In den Auftragsbedingungen („Terms of Engagement“) von Levi Strauss & Co. wird Kinderarbeit gemäß der ILO-Konvention 138 (Mindestalter der Beschäftigung) für Fabriken und Zulieferbetriebe untersagt.2)
  • Der Verhaltenskodex, welcher sich klar gegen Kinderarbeit ausspricht, beinhaltet allerdings nicht alle relevanten ILO-Kernarbeitsnormen, wie von der Clean Clothes Kampagne kritisiert wird. So fehlt beispielsweise ein expliziter Hinweis auf die ILO-Konvention 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Selbstständige – aber streng genommen keine unabhängigen – Kontrolleure kümmern sich in den Zulieferbetrieben um die Einhaltung der Arbeitsrichtlinien.4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In einer Fabrik in Bangladesh wurde zwischen 1992 und 1993, nach der Einführung des Verhaltenskodex, von eigenen Kontrolleuren Kinderarbeit entdeckt.5) 6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Levi Strauss & Co. hat die Kinder in eine Schule geschickt und ihnen weiter ihren Lohn bezahlt. Nach dem Erreichen des Mindestarbeitsalters durften sie ihre Stelle wieder antreten.7) 6)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

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  1. Website von Levi Strauss & Co. – Public Policy, 11.04.2012 – Link nicht mehr abrufbar: 26.02.2014 []
  2. Levi Strauss & Co. – Social and Environmental Sustainability Guidebook, 11.04.2012 – Link nicht mehr abrufbar: 26.02.2014 []
  3. Firmen-Check der Clean Clothes Kampagne, 11.04.2012 []
  4. Website von Levi Strauss & Co. –  Product Suppliers, 11.04.2012 Link nicht verfügbar []
  5. Levi Strauss Co. – Case Study Child Labor Bangladesh, Link zum Artikel nicht mehr aufrufbar am 28.02.2014 []
  6. UNICEF Child Labour Recource Guide, 11.04.2012 [] []
  7. Levi Strauss Co. – Case Study Child Labor Bangladesh – Link zum Artikel nicht mehr abrufbar am 28.02.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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