J.J.Darboven

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kaffee - Kakao - Tee -
Branchenzuordnung: Kaffee, Tee - Süßwaren -

Zu den Marken des Unternehmens gehören IDEE KAFFEE, Café Intención, EILLES Gourmet Café, Alberto, MÖVENPICK und SANSIBAR Caffè.

Die Firmen Burkhof Kaffee GmbH, Gourvita GmbH, J.Eilles GmbH & Co.KG sowie IDEE Office Coffee Service (IDEE OCS) gehören zur Unternehmensgruppe der J.J.Darboven GmbH & Co.KG.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Süd- und Zentralamerikanische Hochländer, Ostafrika, Südostasien und Ozeanien1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • J.J. Darboven spricht sich im Code of Conduct für die Verpflichtung zur ökologischen und sozialen Verantwortung im In- und Ausland aus. Dies ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie und kommt in verschiedenen Projekten und Aktionen auch zum Ausdruck.
  • Ausserdem verpflichtet das Unternehmen sich selbst und seine Mitarbeiter zur Achtung geltenden Arbeitsrechts und der Menschenwürde. Neben einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, soll ein fairer menschlicher Umgang mit allen am Anbau und der Produktion Beteiligten gefördert werden.
  • Eine spezifische Aussage gegen Kinderarbeit gibt es innerhalb der Unternehmensrichtlinien allerdings nicht.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Einhaltung der Fair-Trade Standards der eigenen Fairtrade Marke Café Intención, wird zusätzlich durch FLO- CERT, einer unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft, überprüft.
  • Zu Kontrollen bezüglich der anderen Marken liegen uns keine Informationen vor.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen bezieht (womöglich) Kaffee aus Kenia. Dort sind rund 60% aller Kaffeearbeiter Kinder. Aber auch von anderen Ländern, wie Guatemala oder Tansania sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Kaffeeanbau und Kaffeeernte bekannt geworden.
  • In einem Interview antwortete Herr Darboven auf die Frage ob ausbeuterische Kinderarbeit auf den Plantagen, von denen er seine Bohnen bezieht, ausgeschlossenen werden könnte, dass sie „sich zum großen Teil […] davon überzeugt haben, dass das nicht der Fall ist. Aber es ist ja auch keine Sklavenarbeit, wenn die Kinder mit der Mutter mal ein paar Kaffeebeeren mitpflücken.“
  • Leider ist es oft nicht so, dass Kinder auf Kaffeeplantagen nur „ein paar Kaffeebeeren mitpflücken“, so die Redaktion.3)
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Das Unternehmen engagiert sich in der Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe.4)
  • Durch Einnahmen aus Veranstaltungen werden langfristige Projekte, wie das äthiopische Milleniumsdorf, oder die Hilfsaktion für Erdbebenopfer in Haiti5) , unterstützt.

        Bemerkenswertes

        Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

        • J.J.Darboven führt Fairtrade-Kaffee unter dem Namen Café Intención im Sortiment. Den Fair-Trade Kaffe gibt es außerdem zusätzlich mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet, als Café Intención ecológico.
        • Dafür dass J.J. Darboven die erste namhafte Kaffeerösterei war, die das Wagnis einging, sich im Fairen Handel zu engagieren, wurde sie im Jahr 2009 mit dem Fair-Trade Award in der Kategorie Wirtschaft/Hersteller ausgezeichnet6)

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        08.11.2010 13/15

        Links und Quellen

        1. http://www.darboven.com/kaffeekunde/arten-und-sorten/kaffeesorte-arabica.html []
        2. Code of Conduct auf Nachfrage vom Unternehmen erhalten []
        3. http://planet-interview.de/blog-albert-darboven-ueber-kaffee-und-kinderarbeit-27112008.html []
        4. http://www.darboven.com/unternehmen/engagement/soziales/welthungerhilfe.html []
        5. http://www.darboven.com/unternehmen/engagement/soziales/haiti-hilfe.html []
        6. http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5376/transfair-vergibt-ersten-fairtrade-preis&catid=53&Itemid=108 []

        Bedeutung der Farbpunkte

        Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

        Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

        Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

        Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

        Kontrollen der Produktionsstätten

        Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

        Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

        Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

        Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

        Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

        Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

        Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

        Engagement gegen Kinderarbeit

        Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

        Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

        Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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