Hugo Boss

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  •  Hugo Boss verfügt über definierte Sozialstandards, die für das Unternehmen und alle Lieferanten verpflichtend gelten. 2) Diese Standards lehnen sich an den SA8000 (Standard für soziale Verantwortung) der SAI (Social Accountability International) an.  1)

 

  • Die beinhalten sozialen und ökologischen Richtlinien beipielsweise zu Arbeitssicherheit, angemessene Entlohnung und das Verbot von Kinderarbeit. In Bezug auf Kinderarbeit gelten dabei folgende Bestimmungen:”Mit Geschäftspartnern, die in ihren Betrieben die Beschäftigung von Kindern zulassen (…) wird Hugo Boss keine Zusammenarbeit beginnen oder aufrechterhalten.”  1)

 

  • Die Sozialstandards von Hugo Boss sehen zudem Sanktionen für Geschäftspartner vor, die Kinder beschäftigen.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  •  Die Einhaltung der definierten Sozialstandards von Hugo Boss wird mittels Audits vor Ort durch eigene geschulte Mitarbeiter sicher gestellt.
  • Bezüglich Kinderarbeit werden dabei von jedem Mitarbeiter gültige Lichtbildausweise mit ausgewiesenem Alter verlangt. Sollte der Verdacht einer Fälschung nahe liegen, kann der Auditor Sanktionen veranlassen.
  • Bevor das Unternehmen Verträge mit Lieferanten eingeht, wird ein PRE-Audit vorgenommen. Sollten dabei Indizien auf Kinderarbeit festgestellt werden, kommt es zu keiner Kooperation.
  • Hugo Boss behält sich vor, auch ohne Verdacht auf Verstoß gegen die Sozialstandards Kontrollen durchzuführen.
  • Zudem bietet das Unternehmen Schulungen und Trainings für die Lieferanten vor Ort an, sodass diese gegebenenfalls auch selbstständig Kontrollen durchführen können. 1)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  •  Bisher sind keine Vorwürfe gegen Hugo Boss bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  •  Hugo Boss ist offizieller Partner des Kinderhilfswerks UNICEF, es werden unter anderem das Bildungprojekt  “Schulen für Afrika“,  die Aids Hilfe in Malawi und Nothilfe in Krisengebieten (Myanmar oder Sichuan) unterstützt. 3)
  • Zudem erfolgen regelmäßige Sach- und Mitarbeiterspenden sowie Ausstattungen für regionale Einrichtungen und Initiativen wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten oder Hilfswerke.    1)
  • Seit 2010 fördert Hugo Boss ein Save the Children Projekt um Kinderarbeit in Indien zu bekämpfen 4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  •    Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

—-

04.02.2009 12/51

Links und Quellen

Hugo Boss

  1. Auskunft von Hugo Boss per Email am 04.02.2009[zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text][zurück zum Text]
  2. Hugo Boss Sozialstandards [zurück zum Text]
  3. UNICEF Kooperationspartner [zurück zum Text]
  4. Save the Children [zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

2 Antworten auf Hugo Boss

  1. Tom sagt:

    @Moni

    tja, Hugo Boss kümmert sich mehr um sein Image – lässt aber leider auch in Bangladesch fertigen:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-09/textilfabriken-bangladesch/seite-3

  2. Monika sagt:

    Super ich kaufe gerne Produkte von Hugo Boss und nach den neusten Schlagzeilen aus Bangladesch, bin ich froh das bis jetzt von Boss solche schrecklichen Produktionsstandarts nicht bekannt sind.
    Mir ist es sehr wichtig mit gutem gewissen kaufen zu können.

    Gruss Moni

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