Granini

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Ananas - Bananen - Orangen - Zucker -
Branchenzuordnung: Erfrischungsgetränke und Säfte -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das Unternehmen konzentriert sich bei Orangensaftkonzentrat auf nur drei Anbieter in Brasilien, die Vorprodukte für Mangonektar kommen aus Peru, Birnen bezieht der Konzern aus Italien und Pink Grapefruits aus Südafrika. Mit einem innovativen Produktkonzept setzt Granini in Litauen bereits auch auf heimische Früchte und ebenso in Deutschland wird der Fokus auf im Heimatland produziertes Obst gelegt. 1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Als Mitglied der SGF International e.V. 2) , einem Verband der industriellen Selbstkontrolle innerhalb der Fruchtsaftindustrie, spricht sich das Unternehmen gemäß dem “Code of Conduct” 3) gegen jegliche Form der Kinderarbeit aus. Die Rohstofflieferanten sind ebenso Mitglied dieses freiwilligen Kontrollsystems. 4)
  • In diesem Code of Conduct werden allerdings nur Personen unter 14 Jahren als Kinder definiert. Zudem gibt es Ausnahmen bei denen Kinder arbeiten dürfen. Dies ist der Fall, wenn sie ihren Eltern bei der Arbeit oder während einer Erntesaison helfen. Aus sozio-ökonomischen Gründen soll dies den Kindern erlaubt werden, auch wenn sie nach nationalem Recht noch nicht das Mindestalter erreicht haben. Die Arbeits- und Schulzeit zusammen sollte bei sechs Tagen pro Woche zehn Stunden am Tag nicht überschreiten. Die Kinder sollten bei ihrer Arbeit die gleichen Rechte haben wie Erwachsene. 5)

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Entsprechen dem Code of Conduct handelt es sich um freiwillige und um Selbstkontrollen (siehe oben).
  • Es werden planmäßige Audits von SGF und IRMA (International Raw Material Assurance) durchgeführt. Ob planmäßig hierbei bedeutet, dass die Kontrollen vorher angekündigt werden, ist uns nicht bekannt. Die Kontrollen werden jährlich durchgeführt um zu gewährleisten, dass die Standards des Code of Conduct eingehalten werden.
  • Fallen die Kontrollen nicht zur Zufriedenheit aus, wird ein Optimierungsprogramm angewendet, damit sie zukünftig eingehalten werden können. 6)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen bezieht Orangen aus Brasilien 7) , woher 90% des in Deutschland konsumierten Orangensaftes stammt. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit auf Orangen-Plantagen bekannt geworden.
  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?/:

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Hierzu liegen uns keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Seit 2008 fördert die Eckes-Granini Gruppe jährlich kulturelle, soziale und wissenschaftliche Projekte mit einem gewissen Betrag, um langfristig mit diesem “International Charity Project” zu helfen. Dabei liefern die Mitarbeiter Vorschläge, in welchen Gegenden sie eine Förderung als nötig empfinden und welche Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung gebrauchen könnten. 8)

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03.04.2012

Links und Quellen

  1. Geschäftsbericht[zurück zum Text]
  2. www.sgf.org[zurück zum Text]
  3. Code of Conduct – Link nicht mehr abrufbar – 26.02.14 [zurück zum Text]
  4. Umwelterklärung , Geschäftsbericht[zurück zum Text]
  5. Code of Conduct – Link nicht mehr abrufbar – 26.02.14, Fragebogen[zurück zum Text]
  6. Code of Conduct – Link nicht mehr abrufbar – 26.02.14, Fragebogen und Standards[zurück zum Text]
  7. E-Mail vom Unternehmen, 12.02.2010 [zurück zum Text]
  8. Eckes-Granini, Engagement und Verantwortung[zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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