
Marken und Produkte von Ferrero:
- Nutella, Nutella & go
- Ferrero: Cappuccino, Garden, Küsschen, Rocher, Rondnoir
- Die Besten von Ferrero
- Kinder: Brioss, Bueno, Choco Fresh (früher: Prof. Rhino), Country,
Délice, Friends, Happy-Hippo-Snack, Happy-Hippo Crocky, Joy, Maxi King,
Paradiso, Pinguí, Riegel, Schokolade, Schoko-Bons, Überraschungsei
- Duplo
- Hanuta
- Milch-Schnitte
- Mon Chéri
- Giotto
- Raffaello
- Yogurette
- tic tac
- Estathé (Schwarztee-Getränk)
- Fiesta
- pan e chioc
- Pocket Coffee
- Tronky
Produktionsorte
Woher kommen die Produkte oder Vorprodukte bzw. wo wird produziert?
- Die Kakaosorten kommen vorwiegend aus Westafrika sowie aus dem nördlichen Südamerika, aus Mittelamerika, Indonesien1 und Ghana2 .
- Das Palmöl stammt nur aus West-Malaysia, aus Papua Neu-Guinea und zum kleinen Teil aus Brasilien3
- Die Haselnüsse stammen vorwiegend aus der Türkei4
Unternehmenspolitik
Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?
- Ferrero hat keinen Verhaltenskodex. Sie versichern jedoch, dass die UN-Kinderrechtskonvention und die Konventionen 138 und Konventionen 182 der International Labour Organization (ILO) für sie bindend sind. Demnach ist die Beschäftigung von Kindern unter 14 bzw. 15 Jahren ausgeschlossen.
Kontrollen
Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?
- Ferrero gibt an, Lieferantenzertifikate auszustellen. Weiterhin werden Kontrollen der für die Herstellung der Produkte benötigten Rohstoffe vorgenommen, und zwar direkt in den Anbauländern bzw. bei den landwirtschaftlichen Betrieben. (jedoch geht es bei den Kontrollen lediglich um die Qualität der Produkte, nicht aber um die Einhaltung irgendwelcher Sozialstandards!) 1
Vorwürfe
Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?
- Das Unternehmen bezieht einen Großteil seiner Haselnüsse aus Plantagen an der türkischen Schwarzmeerküste. Dort werden immer wieder Fälle von Kinderarbeit bekannt.56
- Das Unternehmen bezieht (wahrscheinlich) Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.
- Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.
Reaktionen
Wie hat das Unternehmen auf die Vorwürfe reagiert?
- Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.
Soziales Engagement
Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?
- Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.
Bemerkenswertes
Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?
- Mitarbeit bei ICI, der “International Cocoa Initiative – Working Towards Responsible Labour Standards for Cocoa Growing” in Zusammenarbeit mit der International Labour Organization (ILO). Eines der Ziele ist die Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit.
- Mitglied bei der World Cocoa Foundation (WCF)7
- Gründung von “Social Enterprises” zur Unterstützung der Entwicklungshilfe des Unternehmens8
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Alle Angaben nach unserem Wissensstand vom: 29. November 2010 00:01
11.08.2011
Quellen
- ferrero online [zurück zum Text][zurück zum Text]
- Corporate Social Responsibility Bericht [zurück zum Text]
- Antwort von Ferrero an greenaction [zurück zum Text]
- wdr sendung vom 8.August 2011: Der Ferrero-Check [zurück zum Text]
- wdr sendung vom 8.August 2011: Der Ferrero-Check – Ausschnitt zu Kinderarbeit[zurück zum Text]
- 2010 US Department of Labor’s List of goods produces by child labor or forced labor [zurück zum Text]
- wcf online [zurück zum Text]
- Corporate Social Responsibility Bericht [zurück zum Text]





Danke an die Homepage für diese Infos!
Leider bin ich erst vor einigen Tagen auf die Grausamkeiten an der Elfenbeinküste gestoßen. Die Dokumentation von Miki Mistrati hat mich auf die Kinderarbeit, welche ich durch das essen von Schokolade unterstütze, aufmerksam gemacht.
Schokolade war bis zum Montagabend dieser Woche, noch ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. So wie andere Leute zwei Schachteln Zigaretten rauchen am Tag, aß ich die Süßigkeit.
Nun wird mir schlecht bei den Gedanken, Nutella auf mein Brot zu schmieren, und ich kann weder Schoko-Milch-Stangen noch Kakau geschweige von Schokomäusen etc. mehr sehen.
Mir war nicht bewusst wie wichtig es eigentlich ist, zu Wissen woher mein Essen, meine Kleidung und sonst alles stammt was ich kaufe und konsumiere.
Ich will in Zukunft bewusster Leben und zwei Mal darüber Nachdenken bevor ich mir etwas in den Mund stopfe.
Danke
Guten Tag,
umso eventuellen Kritiken gegenzusteuern: Ich verabscheue Kinderarbeit.
Ich glaube man sollte das ganze mal ein wenig Objektiv betrachten.
Punkt 1: Was die Nussernte in der Türkei angeht ist es doch völlig normal das Firmen versuchen den für sich optimalen Einkaufspreis zu erzielen. Das ist eben das Prinzip der Marktwirtschaft. Ich glaube kaum das andere Schokoladenhersteller bereit sind überteuerte Preise für Rohstoffe zu Bezahlen.
Und wie ich in dem Bericht gesehen habe Beziehen auch andere Hersteller Nüsse aus der Region. Ich finde es “sehr seriös” wenn sich Hersteller wie Mars hinstellen und sagen: Wir haben EIN Produkt was Zertifiziert ist. Was bitte schön ist mit den anderen 15-20 Produkten? Können Sie es ausschließen? Das ging aus der Reportage nicht hervor. Ich glaube soweit ich richtig informiert sind Beuten sogar die Türkischen Plantagenbesitzer die Kurdischen Wanderfamilien aus, in dem Sie diese gezielt zu der Ernte einsetzen und mit Dumpinglöhnen bezahlen. Die richtige Reaktion hierauf wäre: Überhaupt keine Nüsse mehr Kaufen!!!
2. Kakaobohnen ernte. Es ist nun mal Fakt das mehr als 50% der Ernte aus den Afrikanischen Ländern kommen. Und hierzu sei nur soviel gesagt: Alle Schokoladenhersteller bedienen Sich aus diesen Ernten. ich glaube es gibt hier keine Ausnahmen!!!
Bevor man solche dinge wie in der gesehen Reportage verinnerlicht, sollte man wissen das sich die Firma Ferrero sehr in sozialen Projekten engagiert.
dazu gehört der Bau von vielen Schulen und Stiftungen.
Ich glaube das in der Reportage sehr gezielt auf den Konzern geschossen wird.
Was können wir tun? Ich glaube kaum das der gezielte Boykott gegen Ferrero hilft. Wenn dann müssen wir alle komplett auf Schokolade verzichten.
Alle Hersteller bedienen sich an der Nussernte und der Kakaoernte. Und Ein Zertifikat für ein Produkt (lt. Mars) kann nicht ausschließen das in den anderen 15-20 Produkten keine Kinderhand mitgewirkt hat!!!!
Christian
Zu “Punkt 1: Was die Nussernte in der Türkei angeht ist es doch völlig normal das Firmen versuchen den für sich optimalen Einkaufspreis zu erzielen. Das ist eben das Prinzip der Marktwirtschaft. Ich glaube kaum das andere Schokoladenhersteller bereit sind überteuerte Preise für Rohstoffe zu Bezahlen.”
Überteuerte Preise? Ist es für dich überteuert wenn die Preise ein faires Gehalt der Arbeiter beinhaltet? Für mich auf jeden Fall nicht, und natürlich ist das Prinzip der Marktwirtschaft immer zum günstigsten Preis einzukaufen. Doch nur da wir als Endkonsumenten ebenfalls den günstigsten Preis haben wollen. Wenn du den teureren Biokäse dem billigen “ichzerstöreunserewelt” Käse vorziehst hast du schon deinen Teil dazu beigetragen an der Marktwirtschaft etwas zu ändern. Jetzt müssen nur noch alle Anderen draufkommen dass das billigste nun mal nicht FAIR ist.
Zu “Überhaupt keine Nüsse mehr Kaufen!!!”
Ja Christian, wenn man verhindern will das Leute ausgebeutet werden dann ist das die Alternative. Jedoch kann ich dich beruhigen, wenn du danach suchst wirst du früher oder später einen Hersteller finden der seine Nüsse “vernünftig und FAIR” herstellen lässt, aber dazu komme ich gleich.
Zu “2. Kakaobohnen ernte. Es ist nun mal Fakt das mehr als 50% der Ernte aus den Afrikanischen Ländern kommen. Und hierzu sei nur soviel gesagt: Alle Schokoladenhersteller bedienen Sich aus diesen Ernten. ich glaube es gibt hier keine Ausnahmen!!!”
Ja, du hast recht, 50% kommen wirklich aus Afrikanischen Ländern, doch es gibt sehr wohl Hersteller, welche die Menschen nicht ausbeuten und die Kinderarbeit eben sowenig unterstützen. Zum Beispiel den Steirischen Schokoladen Hersteller Zotter, der immer in Kontakt mit “seinen” Plantagen steht und für seine Bohnen auch ordentlich bezahlt.
Wie gesagt du musst nur Suchen!
Zu “Was können wir tun? Ich glaube kaum das der gezielte Boykott gegen Ferrero hilft. Wenn dann müssen wir alle komplett auf Schokolade verzichten. … Kinderhand mitgewirkt hat!!!!”
Ich gebe dir Recht, ein gezielter Boykott gegen Ferrero alleine hat wirklich keinen Sinn. Die Lösung ist leider der Verzicht auf die Produkte die UNFAIR hergestellt werden. Und natürlich müssen wir den Unternehmen auch verständlich machen warum wir nicht mehr ihre Produkte kaufen.
Am besten schreit man jeden Tag wenn, man in der U-Bahn zur Arbeit/Schule oder sonst wohin fährt, was eigentlich Sache ist und macht die Leute Aufmerksam. Anders wird sich nie etwas ändern.
Ich will dich keinesfalls kritisieren Christian. Das einzige was ich wollte ist dir die Dinge aus meiner Perspektive zu zeigen.
Sollte ich mich in einer Sache vollkommen irren bitte ich um Aufklärung.
Mit freundlichen Grüßen
David
Ich habe gerade den Bericht vom WDR über die Firma Ferrero gesehen. Meiner Meinung nach wird dort die Verführung von Kindern mit Süßigkeiten und der Werbung ein bisschen zu übertrieben dargestellt, da die Eltern auf die Ernährung ihrer Kinder, trotz Werbung, Einfluss haben.
Aber dass das Produkt “Kinder” sich so nennen darf ist tatsächlich ein riesiges Paradoxon. Man kann sich nicht “Kinder” nennen und dann nicht für die Kinder der Herkunftsländer von Zutaten Sorge tragen. Auch wenn angeblich darauf geachtet wird, dass die Zutaten nicht aus Kinderhand kommen, müsste dies (stärker) kontrolliert werden. Oder diese Produkte sollten sich nicht “Kinder” nennen.
Haben Sie dazu noch weitere Informationen?
Grüße
Werde kein nutella oder ähnliches mehr von Ferrero kaufen, da ich den Bericht von Phönix gesehen habe wie Kinder in der Türkei ausgebeutet werden und Ferrero davon sich bereichert!
Ferrero sollte sich schämen :-(
MfG
Andreas
Ich finde die Seite sehr gut. Ich verstehe aber manchmal die Farbgebung der Punkte nicht, so ist z. B bei Faber Castell der Punkt bezüglich Vorwürfe wg. Kinderarbeit gelb, in der Erklärung finde ich aber keinen Grund dafür oder bei Hugo Boss bei den Kontrollen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Firmen recherchiert werden oder die bereits vorhandenen aktualisiert werde. Besonders würden mich firmen wie Marc O’Polo, G-Star, engbers, Lemmi, Käthe Kruse, AllStar, Lenovo (Computer) interessieren. Bei eterna und Sanetta habe ich schon herausbekommen, dass die wohl in Ordnung sind. Wenn man sich ein bißchen mit dem Thema beschäftigt, weiß man ja gar nicht mehr, was man kaufen /essen kann und was nicht.
Besonders schlimm finde ich die Spieleindustrie. Das ist wirklich ungeheuerlich. Ich weiß auch nicht, wie man soetwas wie Mattel sinnvoll mit den eigenen Kindern bespricht. Man kann ja auch nicht von heute auf morgen sein gesamtes Leben umstellen. Aber irgendwo muss man ja anfangen…
Mit freundlichen Grüßen
Christine Carstensen
Sehr geehrte Frau Carstensen,
vielen Dank für den Kommentar. Es freut uns, dass die Konsumenten immer bewusster einkaufen wollen! Wir arbeiten auch stets daran, unsere Datenbank zu erweitern und weitere Firmen in die Firmenliste aufzunehmen. Marc O’ Polo haben wir heute angeschrieben.
Die Erklärung der Verleihung von Farben können Sie unter “Bedeutung der Farben” anschauen. Hugo Boss wurde z.B. in der Kategorie „Kontrolle“ mit „Gelb“ beurteilt, weil die Firma nur interne (und nicht externe) Kontrollen durchführt. Bei Faber-Castell werden wir die Farbe an die Beschreibung anpassen. Danke für den Hinweis!
Viele Grüße,