ferm LIVING

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Teppiche - Textilien -
Branchenzuordnung: Lifestyle -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Ferm LIVING wird aus Europa (Dänemark, Schweden, Deutschland, Polen, Litauen und Kroatien), Indien (Baumwolle), China, den Philippinen und Südafrika beliefert.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Ferm LIVING verfügt über einen „Code of Conduct“, den alle Zulieferer unterschreiben müssen. In diesem „Code of Conduct“ sind Standards über Qualität, Design und Ethik festgehalten.
  • Ferm LIVING folgt den Grundsätzen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die ILO hat bisher drei Konventionen verfasst, welche sich direkt mit der Problematik der Kinderarbeit befassen: Konvention Nr. 105 (Abschaffung von Zwangsarbeit), Konvention Nr. 138 (Mindestalter für Beschäftigung) und Konvention Nr. 182 (Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit).
  • Ein Teil der von ferm LIVING verwendeten Baumwolle aus Indien ist GOTS-zertifiziert. Die GOTS-Lizenznummer von ferm LIVING ist 4124.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Bezüglich der mit dem GOTS-Siegel gekennzeichneten Waren: GOTS führt unabhängige und unangekündigte Kontrollen durch und untersagt die Arbeit von Kindern im Sinne der ILO-Definition. Im Fall von ferm LIVING ist Etko (Kontrollorganisation) für die Kontrollen der GOTS-Standards zuständig.
  • Ferm LIVING gibt an, auf BSCI-Konformität der Zulieferer zu achten und die Unternehmen mehrmals jährlich zu besuchen.
  • Zulieferer von Teppichen sind, nach Angaben von ferm LIVING, Mitglied bei Goodweave und Care and Fair. Care and Fair trifft keine Aussagen über Art und Umfang der Kontrollen. Goodweave führt unangekündigte Kontrollen durch.
  • Bureau Veritas soll einzelne Zulieferer kontrolliert haben. Bureau Veritas ist ein Dienstleistungsunternehmen und unterstützt seine Kunden bei der Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards. Als Dienstleister kommt Bureau Veritas den Interessen seines Kunden nach und bietet keine unabhängige Kontrolle.
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

Ferm LIVING bezieht 99 Prozent des verarbeiteten Holzes aus Europa. Alle Zulieferer halten sich an die EU-Holzhandelsverordnung, die illegale Abholzung verbietet. Ferm LIVING benutzt nahezu ausschließlich Holz aus FSC-zertifizierten Wäldern.

 

Quelle: Angaben von ferm LIVING gegenüber EarthLink e.V. (E-Mail vom 01.12.2014)

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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